Schlechteste Quote: Nürnberger Allgemeine (136,64 Prozent)
Nach der Garanta als Tochtergesellschaft weist mit der Nürnberger Allgemeinen auch ein weiteres Unternehmen der Nürnberger Gruppe eine der schwächsten Schaden-Kosten-Bilanzen im Markt auf – und belegt 2024 mit 136,64 Prozent sogar den letzten Platz unter den fünfzig größten Kfz-Versicherern. Gegenüber dem bereits sehr hohen Vorjahreswert von 129,62 Prozent steigt die Quote weiter an. Das versicherungstechnische Ergebnis liegt bei minus 38,45 Millionen Euro.

- Kfz-Versicherung: Die schlechtesten Schaden-Kosten-Quoten
- Zehntschlechteste Quote: Baloise Sachversicherung (113,50 Prozent)
- Neuntschlechteste Quote: Alte Leipziger (113,73 Prozent)
- Achtschlechteste Quote: BGV-Versicherung (114,38 Prozent)
- Siebtschlechteste Quote: Rhion Versicherung (114,67 Prozent)
- Sechstschlechteste Quote: Mannheimer (115,80 Prozent)
- Fünftschlechteste Quote: Lippische Landesbrand (116,55 Prozent)
- Viertschlechteste Quote: WGV-Versicherung (117,85 Prozent)
- Drittschlechteste Quote: Debeka Allgemeine (122,78 Prozent)
- Zweitschlechteste Quote: Garanta (129,00 Prozent)
- Schlechteste Quote: Nürnberger Allgemeine (136,64 Prozent)
Im Sechs-Jahres-Schnitt von 2019 bis 2024 erreicht die Nürnberger Allgemeine 116,73 Prozent und zeigt damit über einen längeren Zeitraum eine deutlich nicht kostendeckende Entwicklung.
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Prämienprofil: oberes Marktsegment
Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt von 356,73 Euro im Jahr 2019 über 374,53 Euro im Jahr 2023 auf 389,16 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich gehört die Nürnberger damit zu den teuersten Anbietern: Nur zwei Unternehmen verlangen höhere Prämien.
Schadenentwicklung: höchste Aufwendungen im Markt
Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen deutlich von 301,00 Euro im Jahr 2019 über 394,98 Euro im Jahr 2023 auf 437,69 Euro im Jahr 2024. Damit weist die Nürnberger 2024 die höchsten Schadenaufwendungen je Vertrag im gesamten Markt auf.
Einordnung: stark steigende Schadenaufwendungen im Hochpreissegment
Im längerfristigen Vergleich steigen die Schadenaufwendungen deutlich stärker als die Prämien. Zwischen 2019 und 2024 erhöhen sich die Prämien je Vertrag um rund 9 Prozent, die Schadenaufwendungen hingegen um rund 45 Prozent.
Auch im kurzfristigen Vergleich setzt sich diese Entwicklung fort: Von 2023 auf 2024 steigen die Prämien um rund 3,9 Prozent, während die Schadenaufwendungen mit etwa 10,8 Prozent deutlich stärker zunehmen. Die Daten zeigen damit ein deutliches Auseinanderlaufen von Prämien- und Schadenentwicklung auf hohem Niveau. Auffällig ist dabei das Muster über mehrere Anbieter hinweg: Nicht nur Gesellschaften mit niedrigen Prämienniveaus finden sich unter den schwächsten Schaden-Kosten-Quoten, sondern in auffälliger Häufung auch Anbieter im oberen Preissegment.
Die vorliegenden Kennzahlen zeigen damit, dass auch im Hochpreissegment steigende Schadenaufwendungen nicht durch entsprechende Prämienentwicklungen kompensiert werden konnten. Das Kfz-Geschäft arbeitet unter diesen Bedingungen auch 2024 nicht kostendeckend.
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Hintergrund
Die in diesem Artikel ausgewerteten Kennzahlen stammen aus dem Branchenmonitor Kfz-Versicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH, der die fünfzig größten Anbieter im deutschen Markt analysiert und damit rund 90 Prozent des gesamten Kfz-Prämienvolumens abdeckt.
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Der vollständige Monitor analysiert Kennzahlen der Jahre 2019 bis 2024 und ist – wie in jedem Jahr – kostenpflichtig über die Webseite der Leipziger Analysten erhältlich.
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- Siebtschlechteste Quote: Rhion Versicherung (114,67 Prozent)
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- Viertschlechteste Quote: WGV-Versicherung (117,85 Prozent)
- Drittschlechteste Quote: Debeka Allgemeine (122,78 Prozent)
- Zweitschlechteste Quote: Garanta (129,00 Prozent)
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