Auffällig ist die Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr: 2023 lag die Quote noch bei 103,54 Prozent und gehörte damit – im damaligen Marktumfeld – zu den vergleichsweise besseren Ergebnissen. Im Sechs-Jahres-Schnitt von 2019 bis 2024 erreicht die Baloise 96,98 Prozent und bewegt sich damit insgesamt im auskömmlichen Bereich, sodass das Jahr 2024 deutlich heraussticht.

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Prämienprofil: leicht überdurchschnittliches Niveau

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt von 278,99 Euro im Jahr 2019 über 296,18 Euro im Jahr 2023 auf 305,56 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich damit eine leicht überdurchschnittliche Position: 14 Anbieter verlangen höhere Prämien, 35 niedrigere.

Schadenentwicklung: deutlicher Anstieg auf hohem Niveau

Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen von 194,16 Euro im Jahr 2019 über 232,32 Euro im Jahr 2023 auf 273,99 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich gehört dieser Wert bereits zu den höheren: Nur zehn Anbieter weisen noch höhere Schadenaufwendungen auf.

Einordnung: Kostenanstieg deutlich stärker als Prämienentwicklung

Die Verschlechterung der Schaden-Kosten-Quote im Jahr 2024 geht mit einem deutlich stärkeren Anstieg der Schadenaufwendungen im Vergleich zur Prämienentwicklung einher. Während die durchschnittliche Prämie je Vertrag zwischen 2019 und 2024 von 278,99 Euro auf 305,56 Euro steigt, entspricht dies einem Zuwachs von rund 9,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum erhöhen sich die Schadenaufwendungen je Vertrag von 194,16 Euro auf 273,99 Euro – ein Anstieg um rund 41 Prozent.

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Auch im kurzfristigeren Vergleich zeigt sich diese Entwicklung: Von 2023 auf 2024 steigen die Prämien um etwa 3,2 Prozent, die Schadenaufwendungen hingegen um rund 18 Prozent. Die Relation zwischen Einnahmen und Schadenaufwendungen verschiebt sich damit deutlich zulasten der Kostenseite, was sich in der spürbar höheren Schaden-Kosten-Quote im Jahr 2024 niederschlägt.

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