Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich zwar eine leichte Verbesserung (2023: 117,49 Prozent), im längerfristigen Bild bleibt die Entwicklung jedoch angespannt: Der Sechs-Jahres-Schnitt von 108,89 Prozent zeigt eine durchgehend nicht auskömmliche Schaden-Kosten-Bilanz.

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Prämienprofil: oberes Marktsegment

Die durchschnittliche Prämie je Vertrag steigt von 290,56 Euro im Jahr 2019 über 294,76 Euro im Jahr 2023 auf 317,55 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich ergibt sich damit eine Position im oberen Bereich: Nur acht Anbieter verlangen höhere Prämien, 41 niedrigere.

Schadenentwicklung: sehr hohes Niveau

Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen von 249,04 Euro im Jahr 2019 über 286,73 Euro im Jahr 2023 auf 297,70 Euro im Jahr 2024. Im Marktvergleich gehört dieser Wert zu den höchsten: Nur fünf Anbieter weisen höhere Schadenaufwendungen auf.

Einordnung: Kostenanstieg übertrifft Prämienentwicklung

Die Schadenaufwendungen entwickeln sich über den Zeitverlauf deutlich dynamischer als die Prämien. Zwischen 2019 und 2024 steigen die durchschnittlichen Prämien je Vertrag von 290,56 Euro auf 317,55 Euro, was einem Zuwachs von rund 9 Prozent entspricht. Im gleichen Zeitraum erhöhen sich die Schadenaufwendungen von 249,04 Euro auf 297,70 Euro – ein Anstieg um rund 19 Prozent.

Im kurzfristigen Vergleich zeigt sich eine Gegenbewegung: Von 2023 auf 2024 steigen die Prämien um etwa 7,7 Prozent, während die Schadenaufwendungen mit rund 3,8 Prozent deutlich langsamer zunehmen. Diese Entwicklung wirkt stabilisierend, setzt jedoch erst spät ein. Über den gesamten Zeitraum hinweg sind die Schadenaufwendungen deutlich stärker gestiegen als die Prämien, sodass die zuvor entstandene Differenz nur teilweise aufgeholt wird.

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In der Gesamtsicht verschiebt sich das Verhältnis von Beitrag und Schadenaufwand damit über mehrere Jahre zulasten der Kostenseite, was sich in der dauerhaft erhöhten Schaden-Kosten-Quote widerspiegelt.

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