Größter Verlust: Signal Iduna Allgemeine (minus 279.215 Verträge)
Der Haftpflichtbestand der Signal Iduna Allgemeinen bricht 2024 massiv ein und sinkt um 279.215 Verträge beziehungsweise 33,4 Prozent auf 555.802 Policen, nach 835.017 im Vorjahr. Damit verzeichnet der Versicherer mit Abstand den größten Bestandsverlust im Markt und fällt auf Rang 23 nach Vertragszahl zurück. Auch im längerfristigen Vergleich liegt der Bestand unter dem Niveau von 2019 (741.503 Verträge), was einem Minus von 185.701 Policen beziehungsweise rund 25,0 Prozent entspricht.

- Haftpflicht: Die größten Bestandsverluste
- Zehntgrößter Verlust: DEVK VVaG (minus 10.403 Verträge)
- Neuntgrößter Verlust: Dialog Versicherung (minus 10.991 Verträge)
- Achtgrößter Verlust: DEVK Allgemeine (minus 12.929 Verträge)
- Siebtgrößter Verlust: Bayerischer Versicherungsverband (minus 16.600 Verträge)
- Sechstgrößter Verlust: Bayerische Allgemeine (minus 17.393 Verträge)
- Fünftgrößter Verlust: Provinzial Versicherung (minus 18.435 Verträge)
- Viertgrößter Verlust: Generali Deutschland (minus 19.941 Verträge)
- Drittgrößter Verlust: HDI Versicherung (minus 21.177 Verträge)
- Zweitgrößter Verlust: Gothaer Allgemeine (minus 22.566 Verträge)
- Größter Verlust: Signal Iduna Allgemeine (minus 279.215 Verträge)
Wirtschaftlich zeigt sich jedoch ein gegenläufiges Bild. Die gebuchten Bruttoprämien steigen von 138,92 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 143,86 Millionen Euro im Jahr 2024, ein Zuwachs von 4,94 Millionen Euro beziehungsweise 3,6 Prozent. Mit einem Marktanteil von 1,61 Prozent und Rang 14 nach Prämien liegt die Gesellschaft damit neun Plätze vor ihrer Position nach Vertragszahl.
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Prämienprofil: deutlicher Sprung im Marktvergleich
Die Durchschnittsprämie je Vertrag steigt deutlich von 166,36 Euro im Jahr 2023 auf 258,83 Euro im Jahr 2024. Bereits im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein Anstieg gegenüber 2019 (154,33 Euro), doch der Sprung im Jahr 2024 fällt besonders stark aus. Im Marktvergleich bedeutet dies eine klare Verschiebung: Während die Signal Iduna 2023 noch im Mittelfeld lag (Rang 22), gehört sie 2024 mit Rang 11 zu den teureren Anbietern. Nur zehn Unternehmen verlangen höhere Prämien, während 39 darunter liegen.
Schadenentwicklung: ebenfalls deutlich gestiegen
Parallel dazu steigen auch die Schadenaufwendungen je Vertrag erheblich. Von 77,54 Euro im Jahr 2023 erhöhen sie sich auf 148,00 Euro im Jahr 2024, nach 59,51 Euro im Jahr 2019. Im Marktvergleich ergibt sich Rang 41: 40 Anbieter weisen geringere Schadenaufwendungen auf, nur neun höhere. Die Gesellschaft rutscht damit innerhalb eines Jahres deutlich in den Bereich erhöhter Schadenbelastung.
Einordnung: strukturelle Verschiebung im Bestand
Die gleichzeitige Entwicklung von stark steigenden Prämien und deutlich höheren Schadenaufwendungen deutet auf eine grundlegende Veränderung der Bestandsstruktur hin. Der massive Rückgang der Vertragszahlen ist damit nicht isoliert zu betrachten, sondern steht im Zusammenhang mit einer Verschiebung hin zu einem höherwertigen, aber auch schadenintensiveren Portfolio.
Vor diesem Hintergrund ist der Bestandsrückgang weniger Ausdruck einer klassischen Marktentwicklung als vielmehr Folge von Sondereffekten innerhalb des Bestands. Die Signal Iduna positioniert sich sichtbar neu im Markt, was kurzfristig zu erheblichen Verschiebungen in Stückzahl, Prämienniveau und Schadenstruktur führt.
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Hintergrund: Der Branchenmonitor Haftpflichtversicherung 2025
Die zugrunde liegende Datenbasis für diese Analyse bildet der aktuelle Branchenmonitor Haftpflichtversicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH, der die fünfzig größten Anbieter am deutschen Markt vergleicht und rund 98 Prozent des gesamten Prämienvolumens abdeckt. Der vollständige Bericht ist kostenpflichtig über die Webseite der Leipziger Analysten erhältlich.
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- Drittgrößter Verlust: HDI Versicherung (minus 21.177 Verträge)
- Zweitgrößter Verlust: Gothaer Allgemeine (minus 22.566 Verträge)
- Größter Verlust: Signal Iduna Allgemeine (minus 279.215 Verträge)
