Warum heute niemand mehr Werbe-E-Mails lesen will

Ganz einfach: Solche E-Mails bieten einfach keinen Mehrwert! Außerdem ist die Informationsflut dermaßen hoch, dass wir Informationen sehr stark filtern. Ihr kennt es sicherlich selbst, dass ihr unzählige E-Mails erhaltet, in denen euch unverlangt Produkte, Aktionen und Rabatte angeboten werden. Wahrscheinlich ist in den seltensten Fällen ein Angebot dabei, das euch interessiert. Und genau so geht es euren Kunden, wenn ihr ihnen ungefragt Produktinformationen und -angebote per E-Mail zuschickt.

Anzeige  

 

Kein E-Mail-Versand ohne Einverständnis des Empfängers

Saskia Drewicke hat einen Masterabschluss im Bereich Business Development. In ihrer Masterarbeit hat sie die Entwicklung von Online-Marketing-Strategien zur Neukundengewinnung in der Versicherungsvermittlung unter die Lupe genommen und möchte nun Vermittlern bei der Umsetzung helfen.Saskia DrewickeDamit riskiert ihr also das Einverständnis, euren Kunden E-Mails zusenden zu dürfen. Denn prinzipiell gilt: Werbe-Emails jeglicher Art dürfen nur nach vorheriger Zustimmung durch den Empfänger versendet werden. Der Empfänger kann dieses Einverständnis jederzeit widerrufen. Sprich, wenn euren Kunden die Inhalte der E-Mails, die ihr an sie verschickt nicht gefallen, werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit keine E-Mails mehr von euch haben wollen...

Effektives E-Mail-Marketing durch Relevanz

Um zu vermeiden, dass Kunden keine E-Mails mehr von euch erhalten möchten, solltet ihr ihnen interessante und relevante Informationen zur Verfügung stellen. Denn wenn ein Kunde eine E-Mail in seinem Postfach sieht, wird er zuerst entscheiden, ob die E-Mail für ihn relevant sein könnte. Wenn dem so ist, wird er die E-Mail öffnen und lesen. Wenn nicht, landet sie direkt im Papierkorb.

Inhalt statt Werbung

Kunden fühlen sich immer weniger von klassischer Werbung angesprochen. Stattdessen suchen sie online nach hilfreichen und einfach verständlichen Informationen, um Probleme zu lösen. Im Vergleich zu klassischen Werbemaßnahmen bietet Content-Marketing nützliche Informationen, die Kunden weiterbringen. Das können z. B. Expertenmeinungen, Tipps, Checklisten und Leitfäden sein.

Anstatt nervige Werbe-E-Mails an Kunden zu verschicken, die Produkte beschreiben und in den Himmel loben, sollten daher für den Kunden nützliche Verbraucherinformationen beim E-Mail-Marketing im Vordergrund stehen.

Praxisbeispiel Finanztip

Kunden vertrauen auf Verbraucher-Ratgeber wie Stiftung Warentest oder Finanztip. Finanztip verschickt jeden Freitag Finanzinformationen und -tipps über einen Newsletter an Verbraucher. Laut Angaben von Finanztipp erhalten rund 625.000 Abonnenten regelmäßig den Finanztip-Newsletter, den sie freiwillig abonniert haben. Man mag es kaum glauben, aber Finanzinformationen scheinen doch den einen oder anderen zu interessieren. Und was Finanztip kann, können auch Versicherungsvermittler und -makler!

Worum geht es beim E-Mail-Marketing?

Kunden, die einen oder sogar mehrere Versicherungsverträge bei euch abgeschlossen haben, sind äußerst wertvoll. Denn sie fühlen sich in Sachen Versicherungen gut bei euch aufgehoben und haben eine gewisse Vertrauensbasis aufgebaut. Die Herausforderung besteht nun darin, mit euren Kunden – sowohl Neu- als auch Bestandskunden – in Kontakt zu bleiben und eine langfristige Kundenbeziehung aufzubauen. Und genau dabei kann E-Mail-Marketing unterstützen.

Ihr seid schon einige Jahre oder gar Jahrzehnte dabei und euer Kundenstamm ist mittlerweile so groß, dass ihr es nicht mehr schafft, regelmäßig mit euren Kunden in Kontakt zu sein? Stellt euch einmal folgende Situation vor:

Anzeige  

 

Ein Kunde hat vor 2 Jahren mal eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Zu dem Zeitpunkt jedoch keinen weiteren Absicherungsbedarf gehabt. Nun meldet er sich, weil er umgezogen ist und die neue Adresse durchgeben möchte. Daraufhin sprecht ihr in auf die Absicherung der Berufsunfähigkeit an. Woraufhin ihr erfahrt, dass euer Haftpflichtkunde vor Kurzem eine BU bei wem anders abgeschlossen hat. Das ist ärgerlich und lässt sich sicherlich nicht immer vermeiden. Aber zumindest könnt ihr versuchen solchen Vorfällen entgegenzuwirken.