Sie haben es ja schon immer gesagt, dass digitale Kommunikation und Online-Marketing Hokuspokus sind. Vertrieb macht man eben offline, so Ihre Rede! Denn bis jetzt kostet Sie das „online sein“ nur Zeit und Nerven. Bei der Erstellung von Websites, Inhalten und Social-Media-Postings vergessen die meisten Versicherungsvermittler allerdings ein zentrales Element – sich Gedanken über die eigene digitale Positionierung zu machen.

Anzeige

Saskia Drewicke hat einen Masterabschluss im Bereich Business Development. In ihrer Masterarbeit hat sie die Entwicklung von Online-Marketing-Strategien zur Neukundengewinnung in der Versicherungsvermittlung unter die Lupe genommen und möchte nun Vermittlern bei der Umsetzung helfen.Saskia Drewicke

Wie sind Sie bei der Gestaltung Ihrer Website-(Texte) vorgegangen? Ich nehme an, Sie haben Ihr Unternehmen, Ihre Leistungen und Produkte aus Ihrer Sicht beschrieben und das aufgeführt, was Ihnen wichtig ist bzw. was Sie meinen, was wichtig für Ihre Kunden sei. Gleiches gilt für Ihre Social-Media-Postings. Die Response lässt eher zu wünschen übrig. Woran liegt das? An dieser Stelle möchte ich Ihnen zwei äußerst wichtige Frage stellen.

Wissen Sie:

  • für was Sie stehen und
  • wen Sie online ansprechen wollen?

Wer vergleichbar ist, ist austauschbar

Konnten Sie beide Fragen mit ja beantworten? Klar, Sie stehen für ausgezeichneten Service, haben langjährige Erfahrung und bieten eine persönliche und bedarfsgerechte Beratung an – für alle die Versicherungen brauchen. Autsch! Das sind dann wohl eher zwei „Neins“. Dies sind allgemeine Vorzüge, mit denen sich jeder Vermittler und Makler auf seiner Homepage schmückt. Streichen Sie diese Punkte von Ihrer Website. Denn hierbei handelt es sich um Selbstverständlichkeiten. Bedarfsgerechte Beratung, Service und Kompetenz sind doch Selbstverständlichkeiten, die Ihr Kunde von Ihnen erwarten darf oder sehen Sie das anders?

Anzeige

Mein geschätzter Kollege Sebastian Heithoff, der sich als Unternehmensberater, die digitale Positionierung für Versicherungsvermittler auf die Fahne geschrieben hat, und ich sind uns an dieser Stelle zumindest einig. Denn auch Herr Heithoff hat zum Thema Vergleich- und Austauschbarkeit bereits einen Artikel veröffentlicht, den ich Ihnen sehr empfehlen kann. Ersetzen Sie diese Selbstverständlichkeiten stattdessen mit dem wahren Nutzen und Mehrwert, den Sie Ihren Kunden bieten. Denn es geht doch vielmehr darum, Ihre individuelle Positionierung herauszuarbeiten und zu kommunizieren. Gerade in einer Branche wie der Versicherungsbranche, in der eine Differenzierung über Produkte und Dienstleistungen aufgrund Ihrer Vergleichbarkeit kaum mehr möglich ist.