Nach dem aktuellen Stand der Medizin gibt es noch keine Heilung für Demenzerkrankungen. Es können allenfalls die Auswirkungen der Hirnzerstörung geringfügig verzögert und einige Begleiterscheinungen gemildert werden, erläutert der Münchener Verein in einer Pressemitteilung.

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Mit Rudi Assauer, dem ehemaligen Manager des Fußball-Bundesligaclubs Schalke 04, trete ein Prominenter mit seiner Demenzerkrankung an die Öffentlichkeit. Im Nachrichtenmagazin Stern sprach Rudi Assauer vor einigen Tagen über „seinen Weg ins Vergessen“. Das ZDF stellte sich diesem Thema ganz aktuell am 7. Februar in seiner Sendung 37Grad. Für jeden Demenzerkrankten und sein soziales Umfeld ist diese Krankheit ein Schicksalsschlag, für den jeder seinen eigenen Weg finden müsse, resümiert die Versicherungsgesellschaft.

Bevölkerungspolitisch stellt Demenz eine enorme Belastung dar, da bei den über 60- jährigen ca. 1%, bei den über 80-jährigen bereits 13% und bei den über 90- jährigen ein Drittel daran erkrankt ist. Aufgrund der demographischen Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen ist eine solche Entwicklung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Der Gesetzgeber hat unlängst auf diese Thematik reagiert. Seit Inkrafttreten der Pflegereform haben Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die noch nicht die Voraussetzung für eine Einstufung in Pflegestufe I erfüllen, einen Anspruch von monatlich bis zu 200 EUR. Der GKV-Spitzenverband hatte sich vor kurzem dafür ausgesprochen, dass die Pflegebedürftigkeit von Demenzkranken künftig allerdings noch klarer definiert werden müsse (versichererungsbote.de berichtete).

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Die gesetzliche Leistung sei hilfreich, doch eine zusätzliche private Vorsorge oftmals notwendig, so die Versicherungsgruppe. Aus diesem Grund beinhalte die "Deutsche Privat Pflege" des Münchener Vereins auch einen Leistungsbaustein für Demenz.