Weihnachten, Geburtstage, Hochzeiten – Trifft die Familie aufeinander, kann das Fluch und Segen zugleich sein. Denn ein schwarzes Schaf haben viele von euch in der Familie: Das macht nur Ärger, liegt anderen auf der Tasche, kommt immer wieder in Konflikt mit dem Gesetz oder bekommt sein Leben einfach nicht auf die Reihe. Auch unsere Branche kennt schwarze Schafe.

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Wobei damit an dieser Stelle keine dubiosen Makler gemeint sind, sondern tatsächlich schwarze Schafe unter den Produkten. Ein kurzer Blick in die Medien zeigt, es kann eigentlich nur um eines gehen: die Riester-Rente. Einst staatlich eingeführt als zentraler Baustein des 3 Säulen-Modells der privaten Altersvorsorge, gilt sie inzwischen für viele Experten, Versicherte und auch Politiker als gescheitert. Denn in einer Welt von niedrigsten Garantieverzinsungen lässt sich durch die reine Ertragskomponente nicht viel erreichen. Viele Versicherungsunternehmen, Makler und Vermittler haben deshalb aufgehört, die Riester-Rente zu verkaufen. Aber was macht man mit Millionen von Verträgen, die in Deutschland abgeschlossen wurden?

Da war doch noch was…?

Grundzulage, Kinderzulage, Berufseinsteigerbonus – drei Schlagwörter, die bei Sparern eigentlich Hochgefühle hervorrufen sollten und alle drei sind Teil der Riester-Rente. Das Problem: Die meisten Versicherten kennen diese Optionen gar nicht oder wissen nicht, wie sie sie beantragen können. Gerade Geringverdiener und junge Mütter können dabei massiv von diesen Förderungen profitieren. Konkret stehen Erwachsenen jährlich 175 Euro Grundzulage zu, die der Staat zur Riester-Rente beisteuert. Für jedes Kind, das ab 2008 geboren ist, kommen nochmal 300 Euro jährlich dazu, für ältere Kinder sind es 185 Euro. Personen, die bei Abschluss des Vertrags noch unter 25 sind, bekommen einmalig 200 Euro als Berufseinsteiger-Bonus dazugezahlt. Klingt verlockend oder?

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Der Teufel steckt im Detail

Wieso also lassen sich trotzdem viele Versicherte diese Förderungen entgehen? Das Problem ist, dass die Verträge bzw. die einzuzahlende Summe genau stimmen muss, um die Zulage zu erhalten. Oft ändert sich im Laufe der Zeit das Einkommen, der Familienstatus oder die Kinder fallen aus dem Kindergeldbezug heraus. Dann muss der Riester-Vertrag angepasst werden, um die volle Förderung zu erhalten. Und genau hier scheitern Versicherer und Makler bei der Kundenkommunikation. Denn damit Riestern Sinn macht, muss die persönliche Situation des Kunden berücksichtigt werden.

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