Die Anfrage nach Einschluss dieser speziellen Deckung kam wirklich aus unserer Maklerschaft. Der „Fluch“ moderner Vergleichsprogramme ist ja unter anderem, dass der Makler mit wenigen Klicks sehr schnell erkennen kann, wie sich ein Tarif vom anderen unterscheidet beziehungsweise welche Einschlüsse bei A versichert sind und bei Z eben nicht – abgesehen vom direkten Prämienvergleich. Die Alte Leipziger Versicherung war auch relativ schnell von der Ergänzung durch den Einschluss unmittelbarer Personenschäden untereinander überzeugt – und ich bin sicher, dass in Kürze die Alte Leipziger in ihren Privathaftpflicht-Policen diesen Schritt nachvollziehen wird. Zumal mir bis heute – toi, toi, toi – noch kein einziger Schadensfall aus diesem Bereich bekannt ist. Das könnte aber auch daran liegen, dass der degenia PHV T20 erst seit kurzem auf dem Markt ist.

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Mit dem Whitelabel-Anbieter iptiQ haben Sie im März Ihr Portfolio um Risikolebens-Tarife erweitert. Wer verbirgt sich hinter iptiQ? Der Name ist noch nicht so vertraut.

iptQ möchte vielleicht auch gar nicht so „bekannt“ werden. Im Ernst, der europäische Hauptsitz von iptiQ Life S.A. befindet sich in Luxemburg. Das Unternehmen unterhält in Deutschland, Irland, den Niederlanden und Großbritannien Niederlassungen. Die Gesellschaft versteht sich als flexibler Anbieter digitaler Versicherungslösungen. iptiQ hat sich zum Ziel gesetzt, Versicherungsprodukte einfach, digital und günstig anzubieten. Als Teil der Swiss Re Gruppe bietet diese Gesellschaft maßgeschneiderte end-to-end Lebens-, Kranken- und Sachversicherungslösungen für ihre Geschäftspartner an, die diese unter ihrer eigenen „Marke“ vertreiben können.

Wir haben uns als erstes Kooperationsprodukt die Risikolebensversicherung (RLV) ausgesucht. Sie passt sowohl von der Produktqualität (Bedingungswerk gehört zu den besten auf dem deutschen Markt), der Versicherungsprämie (in etwa auf dem Niveau vergleichbarer Direktversicherer) und der ratierlichen Courtagezahlung an die Makler hervorragend zu unserem bisherigen Geschäftsmodell. Und nicht zuletzt dank des excellenten Rufs und der finanziellen Solidität der Swiss Re haben die Makler auch keinen Grund, die degenia/iptiQ-Tarife ihren Kunden nicht zu empfehlen, zumal unsere Prämien mit einer „echten“ Beitragsgarantie ausgestattet sind.

Sind künftig auch weitere Angebote in der Lebensversicherung geplant – etwa für die Altersvorsorge?

Aktuell sprechen wir mit unseren iptiQ-Kollegen in München über die Ergänzung der RLV durch eine Sterbegeldversicherung. Weitere Sparten möchte ich aber aktuell nicht ausschließen.

Welche Projekte gehen Sie als nächstes an: trotz Coronakrise?

Wie ich aktuellen Pressebeiträgen entnehmen kann, ist bei den (meisten) Maklern ja der Corona-Blues bereits stark am Abklingen – beziehungsweise schon vorüber. Wir werden auch weiterhin kontinuierlicb an der Verbesserung unser digitalen Fähigkeiten arbeiten, wobei wir eindeutig den „BiPro-Standard“ als Branchenlösung unterstützen. Genauso macht es die allgegenwärtige Konkurrenz unserer Mitbewerber erforderlich, stetig den Kompositmarkt zu beobachten und auf Verbesserungen zu „checken“. Produkt-Updates werden deshalb immer mehr zur jährlichen Regel als zur Ausnahme! Da wir aber in Bad Kreuznach immer noch den Status eines „Schnellbootes“ haben – im Vergleich zu manchen „Tankern“ auf Versichererseite – sehe ich aber auch hier optimistisch in die Zukunft.

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Unser aktuell größtes Projekt haben wir allerdings gerade firmenintern auf den Weg gebracht: mydegenia 2.0. Mit Hilfe eines erfahrenen, externen IT-Dienstleisters werden wir unser eigenes Verwaltungsprogramm von Grund auf überarbeiten und den aktuellen, digitalen Makleranforderungen anpassen. Dieses für uns zukunftweisende Projekt, das auch auf dem Input von vielen Maklern basiert, soll laut Planung spätestens im 1. Quartal 2021 zur Verfügung stehen. Es bildet dann auch die Basis für eine evtl. maklerzentrierte Kunden-App. Es gibt noch viel zu tun – und wir packen es, Hand in Hand mit unseren Maklern, an.