Lebensversicherung: Die Marktführer im Solvenzcheck (Teil 1)
Die Solvenzquoten vieler Lebensversicherer steigen 2025 deutlich. Versicherungsbote analysiert die Marktführer der Lebensversicherung auf den Rängen 14 bis 8 – von klassischen Garantiebeständen bis zu stark fondsgebundenen Portfolios.

- Lebensversicherung: Die Marktführer im Solvenzcheck (Teil 1)
- W&W-Gruppe: außergewöhnlicher Solvenzsprung bei weiterhin hohem Garantieanteil
- Volkswohl Bund Gruppe: hohe Solvenz bei starkem Fokus auf Vorsorge- und BU-Geschäft
- Nürnberger Gruppe: hohe Solvenzquote bei breit diversifiziertem Vorsorgeportfolio
- Provinzial-Konzern: außergewöhnlich hohe Solvenzquote bei stark kapitalmarktorientierter Struktur
- Versicherungskammer Bayern: hohe Solvenz bei breiter Vorsorgeaufstellung
- Zurich Gruppe Deutschland: fondsgebundene Neugeschäftsstruktur trifft auf klassischen Altbestand
- Talanx-/HDI-Konzern: unterschiedliche Solvenzprofile zwischen Fondsorientierung und klassischem Garantiegeschäft
Seit 2016 gilt für europäische Versicherer das Aufsichtssystem Solvency II. Im Zentrum steht dabei die sogenannte Solvenzquote. Sie zeigt vereinfacht gesprochen, wie viel Eigenmittel ein Versicherer im Verhältnis zu den regulatorisch geforderten Kapitalanforderungen vorhält. Eine Quote von 100 Prozent bedeutet, dass die aufsichtsrechtlich geforderte Kapitalausstattung vollständig erfüllt wird. Höhere Quoten stehen für zusätzliche Kapitalpuffer.
Anzeige
Die Kapitalanforderungen unter Solvency II orientieren sich dabei an einem Extremereignis: Versicherer sollen selbst ein Krisenszenario überstehen können, das statistisch nur einmal in 200 Jahren eintritt. Berücksichtigt werden dabei unter anderem starke Kapitalmarktverluste, Zinsänderungen, steigende Lebenserwartungen oder außergewöhnlich hohe Schadenbelastungen.
Zinswende verändert die Solvenzlandschaft
Gerade für Lebensversicherer wurde Solvency II jedoch schnell zur Belastungsprobe. Denn das neue Aufsichtssystem traf auf eine historische Niedrigzinsphase. Viele Versicherer hatten ihren Kunden über Jahrzehnte hohe Garantiezinsen zugesagt – häufig von drei oder vier Prozent. Gleichzeitig brachten sichere Kapitalanlagen wie Staatsanleihen oder Pfandbriefe zeitweise kaum noch Rendite.
Damit gerieten insbesondere klassische Lebens- und Rentenversicherungen unter Druck. Die Unternehmen mussten immer mehr Kapital vorhalten, um langfristige Garantieverpflichtungen abzusichern. Zusätzlich zwang die sogenannte Zinszusatzreserve (ZZR) die Branche dazu, weitere Mittel zurückzustellen, um alte Garantieversprechen dauerhaft finanzieren zu können.
Mit dem starken Zinsanstieg ab 2022 begann sich dieses Umfeld zunächst grundlegend zu verändern. Für die Lebensversicherer bedeutete das zunächst ein Aufatmen: Auslaufende Kapitalanlagen konnten schrittweise wieder zu höheren Renditen reinvestiert werden, der Druck aus den Garantieverpflichtungen nahm perspektivisch ab und auch die Belastung durch die Zinszusatzreserve begann sich langsam zu entspannen.
Doch die abrupte Zinswende brachte zunächst ein neues Problem mit sich. Viele Lebensversicherer hielten große Bestände langfristiger festverzinslicher Wertpapiere in ihren Kapitalanlagen. Mit den stark steigenden Marktzinsen verloren diese Papiere deutlich an Wert. Aus zuvor hohen stillen Reserven wurden vielfach stille Lasten (Versicherungsbote berichtete). Das belastete zeitweise die Eigenmittel und drückte bei einzelnen Anbietern die Solvenzquoten erheblich.
Warum sich die Lage 2025 deutlich verbessert
Inzwischen hat sich das Umfeld erneut verändert. Die Kapitalmärkte haben sich stabilisiert, viele stille Lasten gehen zurück und ältere Niedrigzinsbestände laufen schrittweise aus den Büchern. Gleichzeitig können freiwerdende Mittel inzwischen deutlich höher verzinslich neu angelegt werden.
Auch die Belastung durch die Zinszusatzreserve nimmt spürbar ab. Teilweise können Versicherer inzwischen sogar Mittel aus der ZZR auflösen. Viele Anbieter gewinnen dadurch bilanziellen Spielraum und stärken ihre Eigenmittelbasis. Hinzu kommt: Die freiwerdenden Mittel wurden vielfach nicht unmittelbar ausgeschüttet, sondern genutzt, um stille Lasten abzubauen und die Kapitalbasis weiter zu stärken. Das wirkt sich inzwischen zunehmend positiv auf die Solvenzquoten aus.
Wie stark diese Entlastung ausfällt, hängt allerdings stark vom jeweiligen Geschäftsmodell ab. Anbieter mit hohen klassischen Garantiebeständen benötigen weiterhin erhebliche Eigenmittel. Fonds- und indexgebundene Produkte entlasten die Kapitalanforderungen dagegen häufig, weil ein größerer Teil der Kapitalmarktrisiken beim Kunden liegt. Biometrische Produkte wie Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen werden wiederum regulatorisch anders behandelt als klassische Altersvorsorgeverträge.
Die Kapitalausstattung des Marktes hat sich 2025 dennoch insgesamt deutlich verbessert. Die durchschnittliche Basis-SCR-Quote der deutschen Lebensversicherer steigt von 308,6 Prozent auf 379,5 Prozent. Erstmals seit Einführung von Solvency II weist kein Lebensversicherer mehr eine Basisquote unterhalb von 100 Prozent aus.
Versicherungsbote stellt Solvenzquoten der Marktführer vor
Versicherungsbote analysiert im Folgenden die großen Lebensversicherungskonzerne nach verdienten Bruttobeiträgen und ordnet die Entwicklung ihrer Basis-SCR-Quoten zwischen 2016 und 2025 ein. Grundlage ist der MAP-Report 944, der die Solvenzquoten, Beitragsvolumina und Spartenstrukturen der Lebensversicherer auf Basis der veröffentlichten SFCR-Berichte zusammenführt.
Dabei zeigt sich allerdings ein methodisches Problem: Die ausgewiesenen Teilsparten sind nicht bei allen Unternehmen streng voneinander abgegrenzt oder vollständig konsistent aggregiert. Das wird insbesondere dort sichtbar, wo die Summe einzelner Teilbereiche rechnerisch über den gesamten verdienten Bruttobeiträgen eines Unternehmens liegt. In einigen Fällen entstehen lediglich kleine Rundungsdifferenzen. Bei einzelnen Gesellschaften fallen die Abweichungen jedoch deutlich größer aus. Das deutet darauf hin, dass bestimmte Teilsegmente in den SFCR-Berichten nicht vollständig trennscharf ausgewiesen werden oder unterschiedliche Abgrenzungslogiken verwendet werden.
Schlagzeilen
Provinzial steigert Gewinn deutlich
Wo Makler, Unternehmen & Mitarbeiter fit für die bKV gemacht gemacht
Tierkrankenversicherung boomt: Deutschland ist Europas Spitzenreiter
Investmentchancen erhöhen: Immobilienbewertungen mit System
Frauen setzen bei Geldanlage stärker auf Sicherheit und Garantien
Versicherungsbote konzentriert sich deshalb in der Analyse auf die gesamten verdienten Bruttobeiträge, die Entwicklung der Solvenzquoten und die strukturelle Einordnung der Geschäftsmodelle.
Anzeige
Ergänzt wird der MAP-Report durch Daten aus dem Branchenmonitor Lebensversicherung 2025. Dieser erlaubt eine zusätzliche Einordnung der Portfolios nach laufenden Beiträgen und zeigt, wie stark klassische Renten- und Kapitalversicherungen, Risikoversicherungen, fonds- und indexgebundene Produkte oder Kollektivgeschäft die jeweiligen Bestände prägen. Die Datenbasis des Branchenmonitors bezieht sich allerdings auf das Jahr 2024 und nicht auf 2025.
W&W-Gruppe: außergewöhnlicher Solvenzsprung bei weiterhin hohem Garantieanteil
Die W&W-Gruppe erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 1,72 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 1,81 Prozent. Im MAP-Report wird innerhalb der Gruppe einzig die Württembergische Lebensversicherung ausgewiesen. Damit belegt die Gruppe Rang 14 der größten Lebensversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen. Nicht berücksichtigt ist dabei die Viridium-Gruppe, die als Run-off-Plattform auf einen Marktanteil von 2,83 Prozent und damit eigentlich auf Rang 10 im Markt käme. Die einzelnen Viridium-Gesellschaften werden aufgrund dieses besonderen Geschäftsmodells jedoch in einer eigenen Bildstrecke analysiert.
Württembergische Leben: von 139 auf 586 Prozent Basisquote
Die Württembergische Leben weist 2025 eine Basisquote von 586,0 Prozent aus und verfügt damit über die elftbeste Solvenzquote unter den großen Lebensversicherern im Marktvergleich. Besonders auffällig ist dabei die Entwicklung im Zeitverlauf. Noch 2024 lag die Basisquote bei lediglich 139,0 Prozent. Damit verzeichnet die Gesellschaft innerhalb nur eines Jahres einen der stärksten Solvenzsprünge im gesamten Markt.
Anzeige
Die Entwicklung zeigt zugleich, wie stark sich das veränderte Zinsumfeld inzwischen auf klassische Lebensversicherer auswirkt. Nach Jahren erheblicher Belastungen durch Garantiezinsen, Zinszusatzreserve und stille Lasten profitiert die Württembergische nun deutlich von der Zinswende und der verbesserten Kapitalmarktsituation.
Das Geschäftsmodell bleibt gleichzeitig stark klassisch geprägt. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen im Jahr 2024 zeigt hohe Anteile traditioneller Vorsorgeprodukte: 38 Prozent entfallen auf Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen, weitere 23 Prozent auf Kapitalversicherungen. Fonds- und indexgebundene Versicherungen erreichen dagegen 24 Prozent der laufenden Beiträge.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 unterstreicht diese breite Vorsorgeausrichtung. Das Beitragsvolumen der Württembergischen stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 1,01 Mrd. Euro auf Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung. Fonds- und indexgebundene Versicherungen erreichen weitere 469 Mio. Euro, Krankenversicherungen rund 239 Mio. Euro ("Krankenversicherungen" meint im Folgenden stets die Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung).
Volkswohl Bund Gruppe: hohe Solvenz bei starkem Fokus auf Vorsorge- und BU-Geschäft
Die Volkswohl Bund Gruppe erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 1,74 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 1,83 Prozent. Innerhalb der Gruppe werden im MAP-Report der Volkswohl Bund sowie die Dortmunder Lebensversicherung ausgewiesen. Damit belegt die Gruppe Rang 13 der größten Lebensversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen, sofern die Viridium-Gruppe als Run-off-Plattform nicht berücksichtigt wird.
Volkswohl Bund: deutlicher Solvenzanstieg seit 2020
Der Volkswohl Bund erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 1,69 Mrd. Euro und steigert sein Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent. Die Basisquote steigt gleichzeitig auf 508,5 Prozent. Damit liegt der Volkswohl Bund nicht nur deutlich oberhalb des Marktdurchschnitts von 379,5 Prozent, sondern erreicht zugleich die 17.-höchste Solvenzquote unter den großen Lebensversicherern im Marktvergleich.
Auffällig ist vor allem die langfristige Entwicklung der Solvenzquote. Nach 148,2 Prozent im Jahr 2016 stieg die Basisquote zunächst deutlich an und erreichte 2018 bereits 243,3 Prozent. 2020 fiel die Quote jedoch erneut auf 149,5 Prozent zurück. Seitdem zeigt sich eine kontinuierliche Erholung: Über 225,1 Prozent im Jahr 2022 und 357,4 Prozent im Jahr 2023 steigt die Basisquote bis 2025 auf 508,5 Prozent.
Das Geschäftsmodell verbindet klassische Vorsorgeprodukte zunehmend mit fonds- und indexgebundenen Lösungen. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 zeigt einen Schwerpunkt bei Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen mit 43 Prozent. Fonds- und indexgebundene Versicherungen erreichen hohe 39 Prozent der laufenden Beiträge. Kapitalversicherungen spielen mit lediglich vier Prozent nur noch eine vergleichsweise geringe Rolle.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 unterstreicht diese Mischung aus klassischer und kapitalmarktorientierter Vorsorge. Rund 669 Mio. Euro entfallen auf Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung. Fonds- und indexgebundene Versicherungen erreichen mit 719 Mio. Euro inzwischen sogar ein noch höheres Beitragsvolumen. Hinzu kommen rund 305 Mio. Euro Krankenversicherungsgeschäft.
Dortmunder Leben: kleinere Gesellschaft mit hoher Solvenzquote
Die Dortmunder Lebensversicherung erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 45,7 Mio. Euro und wächst gegenüber dem Vorjahr um 36,3 Prozent, allerdings auf deutlich niedrigerem Beitragsniveau als der Volkswohl Bund. Die Basisquote steigt 2025 auf 389,6 Prozent. Zwar liegt die Quote damit unterhalb des Volkswohl Bunds, im Marktvergleich zählt die Gesellschaft aber weiterhin zu den solvenzstärkeren Lebensversicherern.
Auffällig ist zugleich die langfristige Entwicklung der Solvenzquote. Nach außergewöhnlich hohen 669,0 Prozent im Jahr 2017 sank die Basisquote bis 2021 schrittweise auf 249,7 Prozent. Seitdem zeigt sich wieder ein stabiler Aufwärtstrend über 260,0 Prozent im Jahr 2023 und 361,0 Prozent im Jahr 2024 bis auf 389,6 Prozent im Jahr 2025.
Nürnberger Gruppe: hohe Solvenzquote bei breit diversifiziertem Vorsorgeportfolio
Die Nürnberger Gruppe erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 2,21 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 2,33 Prozent. Im MAP-Report wird innerhalb der Gruppe ausschließlich die Nürnberger Lebensversicherung ausgewiesen. Betrachtet man die Gesellschaften nach Einzelunternehmen beziehungsweise Rechtsformen getrennt, belegt die Nürnberger damit Rang 8 der größten Lebensversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen. Werden dagegen Konzernstrukturen einschließlich Tochtergesellschaften zusammengeführt, entspricht dies Rang 12 im Marktvergleich – jeweils ohne Berücksichtigung der Viridium-Gruppe als Run-off-Plattform.
Nürnberger Leben: dauerhaft hohe Solvenzquote trotz zwischenzeitlicher Rückgänge
Die Nürnberger Leben weist 2025 eine Basisquote von 512,8 Prozent aus. Damit liegt die Gesellschaft nicht nur deutlich oberhalb des Marktdurchschnitts von 379,5 Prozent, sondern erreicht zugleich die 15.-höchste Solvenzquote unter den großen Lebensversicherern im Marktvergleich.
Auffällig ist vor allem die vergleichsweise stabile Entwicklung der Solvenzquote über den gesamten Solvency-II-Zeitraum hinweg. Bereits 2016 lag die Basisquote bei 343,1 Prozent und stieg 2017 sogar auf 548,2 Prozent. In den Folgejahren ging die Quote zwar zeitweise zurück und erreichte 2020 noch 317,5 Prozent, blieb damit aber weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau. Seit 2021 zeigt sich erneut eine deutliche Stabilisierung. Über 464,7 Prozent im Jahr 2021 und 543,7 Prozent im Jahr 2024 erreicht die Nürnberger 2025 weiterhin hohe 512,8 Prozent.
Das Geschäftsmodell verbindet klassische Vorsorgeprodukte mit einer starken Bedeutung fonds- und indexgebundener Versicherungen. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 zeigt 38 Prozent Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie weitere 36 Prozent fonds- und indexgebundene Produkte. Kapitalversicherungen erreichen dagegen nur noch fünf Prozent der laufenden Beiträge. Hinzu kommt ein vergleichsweise hoher Anteil des Kollektivgeschäfts von 15 Prozent.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 unterstreicht diese breite Aufstellung. Das Beitragsvolumen der Nürnberger ging gegenüber dem Vorjahr lediglich leicht um 0,4 Prozent zurück und blieb mit 2,21 Mrd. Euro nahezu stabil. Rund 674 Mio. Euro entfallen auf Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung, weitere 742 Mio. Euro auf fonds- und indexgebundene Versicherungen. Hinzu kommen knapp 797 Mio. Euro Krankenversicherungsgeschäft.
Provinzial-Konzern: außergewöhnlich hohe Solvenzquote bei stark kapitalmarktorientierter Struktur
Der Provinzial-Konzern erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 2,35 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 2,47 Prozent. Betrachtet man die Gesellschaften nach Einzelunternehmen beziehungsweise Rechtsformen getrennt, belegt die Provinzial damit Rang 7 der größten Lebensversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen. Werden dagegen Konzernstrukturen einschließlich Tochtergesellschaften zusammengeführt, entspricht dies Rang 11 im Marktvergleich – jeweils ohne Berücksichtigung der Viridium-Gruppe als Run-off-Plattform.
Provinzial Leben: höchste Solvenzquote unter den großen Lebensversicherern
Die Provinzial Leben weist 2025 eine Basisquote von 642,7 Prozent aus und verfügt damit über die höchste Solvenzquote unter den großen Lebensversicherern im Marktvergleich. Nur fünf Unternehmen haben bessere Quoten, allerdings bei wesentlich kleineren Prämienvolumen. Gleichzeitig liegt die Quote deutlich oberhalb des Marktdurchschnitts von 379,5 Prozent.
Auffällig ist vor allem die langfristige Entwicklung der Solvenzquote. Nach 147,2 Prozent im Jahr 2016 stieg die Basisquote zunächst stark an und erreichte 2018 bereits 371,4 Prozent. Nach zwischenzeitlichen Rückgängen auf 264,4 Prozent im Jahr 2019 und 290,0 Prozent im Jahr 2020 setzte ab 2021 ein außergewöhnlich starker Aufwärtstrend ein. Über 492,7 Prozent im Jahr 2021 und 623,3 Prozent im Jahr 2023 steigt die Basisquote bis 2025 auf 642,7 Prozent.
Das Geschäftsmodell verbindet klassische Vorsorgeprodukte mit einer sehr hohen Bedeutung fonds- und indexgebundener Versicherungen. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 zeigt 28 Prozent Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie hohe 35 Prozent fonds- und indexgebundene Versicherungen. Kapitalversicherungen erreichen weitere 20 Prozent der laufenden Beiträge. Auffällig hoch ist zudem der Anteil der Risikoversicherungen mit zwölf Prozent.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 unterstreicht die starke kapitalmarktorientierte Ausrichtung. Das Beitragsvolumen der Provinzial stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent auf 2,35 Mrd. Euro. Mit rund 1,13 Mrd. Euro stellen fonds- und indexgebundene Versicherungen inzwischen den größten Beitragsblock innerhalb des Unternehmens. Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung erreichen rund 974 Mio. Euro. Hinzu kommen rund 185 Mio. Euro Krankenversicherungsgeschäft.
Versicherungskammer Bayern: hohe Solvenz bei breiter Vorsorgeaufstellung
Die Versicherungskammer Bayern erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 2,42 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 2,55 Prozent. Betrachtet man die Gesellschaften nach Einzelunternehmen beziehungsweise Rechtsformen getrennt, belegt die Bayern-Versicherung damit Rang 6 der größten Lebensversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen. Werden dagegen Konzernstrukturen einschließlich Tochtergesellschaften zusammengeführt, entspricht dies Rang 10 im Marktvergleich – jeweils ohne Berücksichtigung der Viridium-Gruppe als Run-off-Plattform.
Bayern-Versicherung Leben: hohe Solvenzquote bei stark fondsorientierter Vorsorge
Die Bayern-Versicherung Leben weist 2025 eine Basisquote von 505,5 Prozent aus. Damit liegt die Gesellschaft nicht nur deutlich oberhalb des Marktdurchschnitts von 379,5 Prozent, sondern erreicht zugleich die 18.-höchste Solvenzquote unter den großen Lebensversicherern im Marktvergleich.
Auffällig ist vor allem die Entwicklung der Solvenzquote seit der Niedrigzinsphase. Nach 179,5 Prozent im Jahr 2016 stieg die Basisquote zunächst deutlich an und erreichte 2017 bereits 370,6 Prozent. In den Folgejahren ging die Quote schrittweise zurück und fiel 2020 im Zuge des schwierigen Kapitalmarktumfelds auf nur noch 128,4 Prozent. Seitdem zeigt sich jedoch eine außergewöhnlich starke Erholung. Über 324,9 Prozent im Jahr 2021 und 476,3 Prozent im Jahr 2023 steigt die Basisquote bis 2025 auf 505,5 Prozent.
Das Geschäftsmodell verbindet klassische Lebensversicherung inzwischen stark mit fonds- und indexgebundenen Vorsorgeprodukten. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 zeigt 29 Prozent Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie hohe 40 Prozent fonds- und indexgebundene Versicherungen. Kapitalversicherungen erreichen weitere 19 Prozent der laufenden Beiträge.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 unterstreicht diese breite Vorsorgeaufstellung. Das Beitragsvolumen der Bayern-Versicherung stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent auf 2,42 Mrd. Euro. Rund 1,30 Mrd. Euro entfallen auf Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung. Fonds- und indexgebundene Versicherungen erreichen weitere 948 Mio. Euro. Hinzu kommen rund 172 Mio. Euro Krankenversicherungsgeschäft.
Zurich Gruppe Deutschland: fondsgebundene Neugeschäftsstruktur trifft auf klassischen Altbestand
Die Zurich Gruppe Deutschland erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 2,74 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 2,89 Prozent. Im MAP-Report werden innerhalb der Gruppe der Zürich Deutsche Herold sowie die Zurich Life Legacy ausgewiesen. Betrachtet man die Gesellschaften nach Einzelunternehmen beziehungsweise Rechtsformen getrennt, belegt der Zürich Deutsche Herold Rang 9 der größten Lebensversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen. Die Zurich Life Legacy erreicht Rang 34. Werden beide Gesellschaften auf Gruppenebene zusammengeführt, entspricht dies Rang 9 im Marktvergleich.
Zürich Deutscher Herold: extrem fondsorientierte Bestandsstruktur
Der Zürich Deutsche Herold erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 2,18 Mrd. Euro und steigert sein Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,0 Prozent. Die Basisquote liegt 2025 bei 240,0 Prozent und damit deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 379,5 Prozent.
Auffällig ist zugleich die außergewöhnlich starke Konzentration auf fonds- und indexgebundene Versicherungen. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 zeigt einen Anteil von 86 Prozent fonds- und indexgebundener Produkte. Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen erreichen lediglich elf Prozent der laufenden Beiträge. Klassische Kapitalversicherungen spielen mit einem Prozent praktisch keine Rolle.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 unterstreicht diese starke Kapitalmarktorientierung. Von den gesamten verdienten Bruttobeiträgen entfallen rund 1,77 Mrd. Euro auf fonds- und indexgebundene Versicherungen. Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung erreichen dagegen nur noch rund 165 Mio. Euro. Krankenversicherungsgeschäft spielt mit 24 Mio. Euro ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle.
Die Entwicklung der Solvenzquote zeigt dagegen ein vergleichsweise stabiles Bild. Zwischen 2016 und 2021 bewegte sich die Basisquote überwiegend zwischen 166 und 190 Prozent. Erst mit der Zinswende stieg die Quote deutlicher an und erreichte 2022 rund 289 Prozent. Seitdem ging die Quote allerdings wieder leicht zurück und liegt 2025 bei 240,0 Prozent.
Auffällig ist zugleich die Datenstruktur im MAP-Report. Die ausgewiesenen Teilsegmente addieren sich lediglich auf rund 1,96 Mrd. Euro und liegen damit etwa 222 Mio. Euro unter den gesamten verdienten Bruttobeiträgen von 2,18 Mrd. Euro. Damit gehört der Zürich Deutsche Herold neben Debeka und HDI Vorsorge zu den auffälligeren Fällen im Marktvergleich. Die ausgewiesenen SFCR-Kategorien sind hier offenbar nicht als vollständig additive Aufteilung des Beitragsvolumens interpretierbar.
Zurich Life Legacy: klassischer Altbestand im internen Run-off
Die Zurich Life Legacy erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 553,9 Mio. Euro, während das Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,7 Prozent zurückgeht. Die Basisquote steigt gleichzeitig von 108,0 Prozent im Jahr 2024 auf 198,2 Prozent im Jahr 2025.
Die Gesellschaft wurde 2023 gegründet und übernahm die Altbestände der Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung. Ein geplanter Verkauf an die Viridium-Gruppe wurde 2024 allerdings von der BaFin nicht genehmigt. Die Zurich Life Legacy verbleibt damit im internen Run-off innerhalb des Zurich-Konzerns und konzentriert sich auf die Verwaltung der übernommenen Altbestände.
Die Beitragsstruktur zeigt ein nahezu vollständig klassisches Garantiegeschäft. Rund 518 Mio. Euro beziehungsweise etwa 93 Prozent der verdienten Bruttobeiträge entfallen auf Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung. Fonds- und indexgebundene Produkte spielen mit lediglich 1,2 Mio. Euro praktisch keine Rolle. Hinzu kommen rund 34,8 Mio. Euro Krankenversicherungsgeschäft.
Ergänzend weist bereits der ältere MAP-Report 941 für 2024 einen hohen Kollektivanteil von 21,18 Prozent der Hauptversicherungen aus. Die Struktur verweist damit auf erhebliche langfristige Verpflichtungen aus klassischen Vorsorge- und Gruppenverträgen.
Im Unterschied zum Zürich Deutschen Herold ist die Datenstruktur der Zurich Life Legacy im MAP-Report 944 vollständig konsistent. Die ausgewiesenen Teilsegmente addieren sich exakt zu den gesamten verdienten Bruttobeiträgen.
Talanx-/HDI-Konzern: unterschiedliche Solvenzprofile zwischen Fondsorientierung und klassischem Garantiegeschäft
Der Talanx-/HDI-Konzern erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 2,95 Mrd. Euro und kommt damit auf einen Marktanteil von 3,11 Prozent. Im MAP-Report werden innerhalb der Gruppe HDI Leben, neue leben sowie die HDI Vorsorge Lebensversicherung ausgewiesen. Betrachtet man die Gesellschaften nach Einzelunternehmen beziehungsweise Rechtsformen getrennt, erreicht HDI Leben Rang 15 der größten Lebensversicherer nach verdienten Bruttobeiträgen, neue leben Rang 26 und HDI Vorsorge Rang 35. Werden die Gesellschaften auf Gruppenebene zusammengeführt, entspricht dies Rang 8 im Marktvergleich.
HDI Leben: deutliche Solvenzerholung nach schwachen Anfangsjahren unter Solvency II
HDI Leben erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 1,63 Mrd. Euro. Das Beitragsvolumen geht gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,9 Prozent zurück. Die Basisquote steigt dagegen deutlich auf 295,6 Prozent. Auffällig ist insbesondere die langfristige Entwicklung der Solvenzquote. Noch 2016 lag die Basisquote bei lediglich 35,7 Prozent und damit deutlich unterhalb der regulatorischen Zielgröße. Auch in den Folgejahren blieb die Solvenz zunächst vergleichsweise schwach und erreichte 2020 lediglich 83,6 Prozent. Erst seit 2021 zeigt sich eine nachhaltige Stabilisierung. Nach zwischenzeitlichen Rückgängen in den Jahren 2023 und 2024 steigt die Basisquote 2025 deutlich auf 295,6 Prozent.
Das Geschäftsmodell ist inzwischen stark fonds- und indexorientiert geprägt. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 zeigt hohe 51 Prozent fonds- und indexgebundene Versicherungen. Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen erreichen 26 Prozent, Kapitalversicherungen weitere neun Prozent. Hinzu kommt ein vergleichsweise hoher Anteil des Kollektivgeschäfts von 13 Prozent.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 verdeutlicht diese Kapitalmarktorientierung. Mit rund 978 Mio. Euro stellen fonds- und indexgebundene Versicherungen den größten Beitragsblock. Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung erreichen rund 413 Mio. Euro, Krankenversicherungen weitere 244 Mio. Euro. Die Datenstruktur von HDI Leben ist dabei vollständig konsistent. Die ausgewiesenen Teilsegmente addieren sich exakt zu den gesamten verdienten Bruttobeiträgen.
neue leben: Sparkassenvertrieb mit hoher Fondsorientierung
Die neue leben erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 773,7 Mio. Euro und steigert ihr Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 12,0 Prozent. Die Basisquote verbessert sich gleichzeitig von 109,6 Prozent im Jahr 2024 auf 184,9 Prozent im Jahr 2025. Trotz dieses Anstiegs bleibt die Solvenzquote weiterhin klar unterhalb des Marktdurchschnitts von 379,5 Prozent. Auffällig ist zugleich, dass sich die Gesellschaft über weite Teile des Solvency-II-Zeitraums im Bereich vergleichsweise niedriger Solvenzquoten bewegte. Zwischen 2016 und 2020 lag die Basisquote überwiegend zwischen 60 und 93 Prozent. Erst mit dem veränderten Zinsumfeld setzte eine schrittweise Erholung ein.
Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 zeigt ein stark kapitalmarktorientiertes Geschäftsmodell. Fonds- und indexgebundene Versicherungen erreichen 48 Prozent der laufenden Beiträge. Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen kommen auf weitere 28 Prozent. Kapitalversicherungen erreichen 14 Prozent.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 unterstreicht diese Ausrichtung. Rund 486 Mio. Euro entfallen auf fonds- und indexgebundene Versicherungen, weitere 224 Mio. Euro auf Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung. Die Datenstruktur weist dabei nur geringe methodische Abweichungen auf. Die ausgewiesenen Teilsegmente liegen rund 1,9 Mio. Euro unter den gesamten verdienten Bruttobeiträgen und sind damit nicht vollständig additiv interpretierbar.
HDI Vorsorge: ehemaliger TARGO-Bestand mit klassischem Garantieportfolio
Die HDI Vorsorge Lebensversicherung erreicht 2025 verdiente Bruttobeiträge von 544,8 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr geht das Beitragsvolumen allerdings massiv um 48,1 Prozent zurück. Die Basisquote steigt gleichzeitig auf 349,2 Prozent. Die Gesellschaft firmierte bis Ende 2025 als TARGO Lebensversicherung AG. Mit dem Ende der Kooperation zwischen den TARGO Versicherungen und der TARGOBANK wurde das Unternehmen in HDI Vorsorge Lebensversicherung AG umbenannt und vollständig in die HDI-Deutschland-Struktur integriert.
Auffällig ist die weiterhin starke Prägung durch klassisches Garantiegeschäft. Die Bestandsstruktur nach laufenden Beiträgen 2024 – damals noch unter der Marke TARGO – zeigt außergewöhnlich hohe 45 Prozent Kapitalversicherungen. Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen erreichen weitere 34 Prozent. Fonds- und indexgebundene Produkte kommen dagegen lediglich auf 16 Prozent.
Auch die Beitragsstruktur nach verdienten Bruttobeiträgen 2025 verweist weiterhin auf hohe klassische Bestände. Lebensversicherungen mit Überschussbeteiligung erreichen rund 331 Mio. Euro und stellen damit den größten Beitragsblock. Fonds- und indexgebundene Versicherungen kommen lediglich auf rund 117 Mio. Euro.
Die Entwicklung der Solvenzquote zeigt gleichzeitig eine deutliche Stabilisierung. Nach 126,3 Prozent im Jahr 2020 steigt die Basisquote über 318,5 Prozent im Jahr 2022 und 277,2 Prozent im Jahr 2024 bis auf 349,2 Prozent im Jahr 2025.
Auffällig ist allerdings die Datenstruktur im MAP-Report 944. Die ausgewiesenen Teilsegmente addieren sich lediglich auf rund 491 Mio. Euro und liegen damit etwa 54 Mio. Euro unter den gesamten verdienten Bruttobeiträgen. Die ausgewiesenen SFCR-Kategorien sind bei HDI Vorsorge damit offenbar nicht als vollständig additive Zerlegung des Beitragsvolumens interpretierbar.
Hintergrund und Methodik
Die Analyse stützt sich auf Kennzahlen aus dem MAP-Report Nr. 944 „Solvabilität im Vergleich“. Der Report analysiert die Entwicklung der Solvenzquoten in der Lebens- und privaten Krankenversicherung für die Jahre 2016 bis 2025 auf Basis der veröffentlichten SFCR-Berichte der Unternehmen. Der vollständige MAP-Report kann kostenpflichtig über die Internetseite von Franke und Bornberg bezogen werden.
Ergänzend wurden Daten aus dem Branchenmonitor Lebensversicherung 2025 der V.E.R.S. Leipzig GmbH herangezogen. Die dort ausgewiesenen Bestandsstrukturen nach laufenden Prämien beziehen sich auf das Jahr 2024 und dienen der Einordnung der jeweiligen Geschäftsmodelle. Berücksichtigt werden insbesondere die Anteile von Rentenversicherungen einschließlich selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen, Kapitalversicherungen, Risikoversicherungen, fonds- und indexgebundenen Produkten sowie Kollektivgeschäft.
Anzeige
Bei der Interpretation der Daten ist eine methodische Besonderheit zu beachten: Die im MAP-Report ausgewiesenen Teilsparten sind nicht bei allen Gesellschaften vollständig additiv interpretierbar. In einzelnen Fällen liegt die Summe der ausgewiesenen Teilbereiche rechnerisch unter beziehungsweise über den gesamten verdienten Bruttobeiträgen. Versicherungsbote weist diese Abweichungen bei den jeweiligen Gesellschaften transparent aus. Der Text analysiert die Marktführer der Lebensversicherung auf Rang 14 bis acht nach verdienten Bruttoprämien. Ein zweiter Text für die Marktführer auf Rang sieben bis eins folgt.
- Lebensversicherung: Die Marktführer im Solvenzcheck (Teil 1)
- W&W-Gruppe: außergewöhnlicher Solvenzsprung bei weiterhin hohem Garantieanteil
- Volkswohl Bund Gruppe: hohe Solvenz bei starkem Fokus auf Vorsorge- und BU-Geschäft
- Nürnberger Gruppe: hohe Solvenzquote bei breit diversifiziertem Vorsorgeportfolio
- Provinzial-Konzern: außergewöhnlich hohe Solvenzquote bei stark kapitalmarktorientierter Struktur
- Versicherungskammer Bayern: hohe Solvenz bei breiter Vorsorgeaufstellung
- Zurich Gruppe Deutschland: fondsgebundene Neugeschäftsstruktur trifft auf klassischen Altbestand
- Talanx-/HDI-Konzern: unterschiedliche Solvenzprofile zwischen Fondsorientierung und klassischem Garantiegeschäft
