Anzeige

Die Deutschen gelten als besonders tierlieb und offenbar auch als besonders versicherungsaffin. Laut einer aktuellen europäischen Verbraucherstudie von Guidewire liegt Deutschland bei Tierkrankenversicherungen europaweit an der Spitze. Rund 60 Prozent der deutschen Haustierhalter haben demnach eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen. Damit liegt Deutschland vor dem Vereinigten Königreich mit 58 Prozent sowie Spanien mit 50 Prozent. In Frankreich ist die Absicherung von Haustieren mit lediglich 29 Prozent deutlich weniger verbreitet.

Besonders hoch ist die Versicherungsbereitschaft bei den 35- bis 44-Jährigen. In dieser Altersgruppe haben 56 Prozent ihre Haustiere versichert.

Auch bei der Schadenregulierung zeigt sich eine hohe Zufriedenheit. Sieben von zehn deutschen Tierhaltern mit entsprechender Police bewerten die Schadenabwicklung positiv. Damit scheint sich die Sparte zunehmend als etabliertes Geschäftsfeld im Versicherungsmarkt zu festigen.

Parallel dazu wächst die Offenheit gegenüber digitalen und KI-gestützten Angeboten. Bereits 41 Prozent der Haustierbesitzer würden einer App für Tierdiagnosen vertrauen. Zudem haben 40 Prozent der Befragten bereits Online-Suchmaschinen oder Symptom-Checker genutzt, anstatt direkt einen Tierarzt aufzusuchen. Die Entwicklung zeigt, dass digitale Services auch im Bereich Tiergesundheit immer stärker akzeptiert werden.

Doch nicht nur bei Tierversicherungen verändert sich das Verhalten der Verbraucher. Die Studie zeigt auch deutliche Zuwächse in klassischen Versicherungssparten. So besitzen inzwischen 68 Prozent der Befragten eine Hausratversicherung – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, als der Wert noch bei 55 Prozent lag. Auch bei der Kfz-Versicherung legte die Verbreitung zu: Der Anteil stieg von 60 auf 72 Prozent.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich hingegen bei der Elementarschadenversicherung. Die Sorge vor Schäden durch Naturkatastrophen ist leicht zurückgegangen. Nur noch 37 Prozent der Verbraucher äußern entsprechende Bedenken, nachdem der Wert im Vorjahr noch bei 39 Prozent lag. Parallel dazu sank auch die Bereitschaft, eine spezielle Elementarschadenversicherung abzuschließen – von 44 auf 38 Prozent.