Achtschlechteste CR: Baloise Sachversicherung (108,83 Prozent)
Die Baloise Sachversicherung zählt 2024 weiterhin zu den defizitären Anbietern in der Wohngebäudeversicherung. Mit einer Schaden-Kosten-Quote von 108,83 Prozent weist sie die achtschlechteste Combined Ratio im Markt auf. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich kaum eine Veränderung: 2023 lag die Quote bereits bei 108,04 Prozent. Auch im Mehrjahresvergleich bleibt das Niveau hoch. Für den Zeitraum 2019 bis 2024 ergibt sich ein Durchschnitt von 113,46 Prozent, wobei insbesondere das Extremjahr 2021 mit 156,67 Prozent das langfristige Bild prägt.

- Wohngebäude: Die schlechtesten Schaden-Kosten-Quoten
- Zehntschlechteste CR: R+V Allgemeine (105,80 Prozent)
- Neuntschlechteste CR: Württembergische (108,55 Prozent)
- Achtschlechteste CR: Baloise Sachversicherung (108,83 Prozent)
- Siebtschlechteste CR: Gothaer Allgemeine (109,47 Prozent)
- Sechstschlechteste CR: Barmenia Allgemeine (113,25 Prozent)
- Fünftschlechteste CR: Bayerischer Versicherungsverband (114,18 Prozent)
- Viertschlechteste CR: Mannheimer (115,78 Prozent)
- Drittschlechteste CR: Rhion Versicherung (116,16 Prozent)
- Zweitschlechteste CR: Signal Iduna Allgemeine (117,67 Prozent)
- Schlechteste CR: Adler (123,94 Prozent)
Das versicherungstechnische Ergebnis fällt entsprechend negativ aus. Mit einem Verlust von 29,67 Millionen Euro bewegt sich die Baloise im mittleren Bereich der Ergebnisverteilung. Diese Einordnung entspricht auch der Marktstellung: Mit 183 Millionen Euro Bruttoprämien, einem Marktanteil von 1,38 Prozent und Rang 17 gehört die Gesellschaft zum Mittelfeld der Sparte.
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Prämienentwicklung: deutliches Hochpreissegment
Die Durchschnittsprämien je Vertrag zeigen eine ausgeprägte Aufwärtsbewegung. Von 504,96 Euro im Jahr 2019 steigen sie über 719,05 Euro im Jahr 2023 auf 849,70 Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Anstieg um 344,74 Euro beziehungsweise rund 68,3 Prozent innerhalb von fünf Jahren.
Damit liegt die Baloise klar über dem Branchenschnitt von 717,65 Euro. Im Marktvergleich ergibt sich Rang 12: Nur elf Anbieter verlangen höhere Prämien, während 38 günstiger sind. Die Gesellschaft ist damit eindeutig im oberen Preissegment positioniert.
Schadenentwicklung: erhöht, aber nicht im Spitzenbereich
Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen von 314,82 Euro im Jahr 2019 auf 488,15 Euro im Jahr 2023 und erreichen 2024 einen Wert von 546,37 Euro. Damit liegt die Baloise über dem Branchenschnitt von 485,26 Euro, bewegt sich jedoch nicht in der Spitzengruppe der höchsten Schadenbelastungen. 33 Anbieter weisen niedrigere Schadenaufwendungen auf, 16 höhere.
Einordnung: Hohe Preise ohne entsprechende Entlastung
Vor diesem Hintergrund ergibt sich ein klares Bild. Die Baloise gehört zu den höherpreisigen Anbietern im Markt, ohne dass sich daraus eine entsprechend stabile Schaden-Kosten-Quote ableiten lässt. Die überdurchschnittlichen Prämien reichen nicht aus, um die ebenfalls erhöhten Schadenaufwendungen vollständig zu kompensieren.
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Damit bestätigt sich ein zentrales Muster der Sparte: Selbst eine klare Positionierung im oberen Preissegment bietet keinen verlässlichen Schutz vor defizitären Ergebnissen. Entscheidend bleibt die Entwicklung auf der Schadenseite – und diese entzieht sich auch hier weitgehend der direkten Steuerung.
- Wohngebäude: Die schlechtesten Schaden-Kosten-Quoten
- Zehntschlechteste CR: R+V Allgemeine (105,80 Prozent)
- Neuntschlechteste CR: Württembergische (108,55 Prozent)
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- Sechstschlechteste CR: Barmenia Allgemeine (113,25 Prozent)
- Fünftschlechteste CR: Bayerischer Versicherungsverband (114,18 Prozent)
- Viertschlechteste CR: Mannheimer (115,78 Prozent)
- Drittschlechteste CR: Rhion Versicherung (116,16 Prozent)
- Zweitschlechteste CR: Signal Iduna Allgemeine (117,67 Prozent)
- Schlechteste CR: Adler (123,94 Prozent)

