Neuntschlechteste CR: Württembergische (108,55 Prozent)
Die Württembergische gehört 2024 trotz zwischenzeitlicher Entlastung weiterhin zu den defizitären Anbietern in der Wohngebäudeversicherung. Mit einer Schaden-Kosten-Quote von 108,55 Prozent weist sie die neuntschlechteste Combined Ratio im Markt auf. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine deutliche Verschlechterung: 2023 hatte die Quote noch bei 100,38 Prozent gelegen und damit nahe an der Auskömmlichkeitsschwelle. Im Mehrjahresdurchschnitt ergibt sich mit 105,66 Prozent weiterhin ein klar defizitäres Niveau, das insbesondere durch das Extremjahr 2021 mit 156,08 Prozent geprägt ist.

- Wohngebäude: Die schlechtesten Schaden-Kosten-Quoten
- Zehntschlechteste CR: R+V Allgemeine (105,80 Prozent)
- Neuntschlechteste CR: Württembergische (108,55 Prozent)
- Achtschlechteste CR: Baloise Sachversicherung (108,83 Prozent)
- Siebtschlechteste CR: Gothaer Allgemeine (109,47 Prozent)
- Sechstschlechteste CR: Barmenia Allgemeine (113,25 Prozent)
- Fünftschlechteste CR: Bayerischer Versicherungsverband (114,18 Prozent)
- Viertschlechteste CR: Mannheimer (115,78 Prozent)
- Drittschlechteste CR: Rhion Versicherung (116,16 Prozent)
- Zweitschlechteste CR: Signal Iduna Allgemeine (117,67 Prozent)
- Schlechteste CR: Adler (123,94 Prozent)
Auch das Ergebnis unterstreicht die anhaltende Belastung. Mit einem versicherungstechnischen Verlust von 51,91 Millionen Euro weist die Württembergische 2024 das achtschlechteste Ergebnis im Markt auf. Diese Einordnung ist im Kontext der Unternehmensgröße zu sehen: Mit 370 Millionen Euro Bruttoprämien, einem Marktanteil von 2,79 Prozent und Rang elf nach Prämien zählt die Gesellschaft zum oberen Mittelfeld der Branche. Die Verlusthöhe ist damit nicht allein Ausdruck einer außergewöhnlichen Schwäche, sondern steht auch in Relation zur Größe des Geschäfts.
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Prämienentwicklung: deutliche Anpassungen, aber moderates Niveau
Die Durchschnittsprämien je Vertrag zeigen eine klare Aufwärtsbewegung. Von 442,72 Euro im Jahr 2019 steigen sie über 707,59 Euro im Jahr 2023 auf 736,78 Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Anstieg um 294,06 Euro beziehungsweise rund 66,4 Prozent innerhalb von fünf Jahren.
Trotz dieser deutlichen Anpassungen bleibt die Württembergische preislich im unteren bis mittleren Segment positioniert. Mit 736,78 Euro liegt sie nur leicht über dem Branchenschnitt von 717,65 Euro und rangiert im Marktvergleich auf Platz 20 von 50 Anbietern. Das bedeutet zugleich: 30 Versicherer verlangen niedrigere Prämien, während 19 höhere Beiträge aufweisen. Eine ausgeprägte Hochpreispositionierung ist damit nicht erkennbar.
Schadenentwicklung: Rückgang gegenüber Spitze, aber weiterhin erhöht
Der zentrale Belastungsfaktor bleibt die Schadenentwicklung. Die Schadenaufwendungen je Vertrag steigen von 254,45 Euro im Jahr 2019 auf 489,63 Euro im Jahr 2023 und erreichen 2024 einen Wert von 580,99 Euro. Damit liegt die Württembergische deutlich über dem Branchenschnitt von 485,26 Euro; nur 13 Anbieter weisen höhere Schadenaufwendungen auf.
Im Mehrjahresvergleich zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. Der Höchstwert wurde im Jahr 2021 mit 703,51 Euro erreicht. Gegenüber diesem Extremniveau ist 2024 zwar niedriger, bleibt aber deutlich über den Werten der Jahre vor den Großschadenereignissen. Die Schadenbelastung ist damit weiterhin erhöht, auch wenn sie sich gegenüber den Spitzenwerten etwas reduziert hat.
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Einordnung: moderate Preise treffen auf erhöhte Schadenbelastung
Vor diesem Hintergrund lässt sich die Entwicklung einordnen. Die Württembergische hat ihre Prämien in den vergangenen Jahren deutlich angehoben, bewegt sich preislich jedoch weiterhin nur im Mittelfeld. Gleichzeitig liegen die Schadenaufwendungen klar über dem Branchenschnitt. Dieses Zusammenspiel erklärt die schwache Ergebnislage: Die Prämiensteigerungen reichen bislang nicht aus, um die erhöhte Schadenbelastung vollständig zu kompensieren. Damit zeigt sich auch hier ein zentrales Muster der Sparte – steigende Beiträge allein garantieren keine Stabilisierung, wenn die Schadenseite überproportional belastet bleibt.
- Wohngebäude: Die schlechtesten Schaden-Kosten-Quoten
- Zehntschlechteste CR: R+V Allgemeine (105,80 Prozent)
- Neuntschlechteste CR: Württembergische (108,55 Prozent)
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- Siebtschlechteste CR: Gothaer Allgemeine (109,47 Prozent)
- Sechstschlechteste CR: Barmenia Allgemeine (113,25 Prozent)
- Fünftschlechteste CR: Bayerischer Versicherungsverband (114,18 Prozent)
- Viertschlechteste CR: Mannheimer (115,78 Prozent)
- Drittschlechteste CR: Rhion Versicherung (116,16 Prozent)
- Zweitschlechteste CR: Signal Iduna Allgemeine (117,67 Prozent)
- Schlechteste CR: Adler (123,94 Prozent)

