Während sich Blogs in der Assekuranz zunehmender Beliebtheit erfreuen. Scheinen sich Versicherungen der Kommunikation via Newsletter zu verweigern. Denn ein Viertel der Unternehmen (24 Prozent) verzichtet ganz auf diesen Kanal. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung absolit hervor. Dazu wurden insgesamt 63 Unternehmen aus der Versicherungsbranche auf Herz und Nieren geprüft.

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Versicherer sind offenbar Newsletter-Muffel. Schließlich erreichten die Unternehmen durchschnittlich gerade einmal 44 Prozent der maximalen Punktzahl. Damit ist die Branche Schlusslicht der Studie. Sogar B2B- und Pharmakonzerne würden diese Werte um Längen schlagen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Versicherungen sind Schlusslicht beim E-Mail-Marketing

Nur sieben Versicherer erhielten mehr als die Hälfte der Punkte. Auf dem ersten Platz landete die Bausparkasse LBS. Zu den Gewinnern zählten mit Ergo-Direkt und Cosmosdirekt zwei Direktversicherer. Unter den besseren Gesellschaften waren zudem Signal-Iduna, Arag und Barmenia zu finden.

Die Schwachpunkt im untersuchten Bereich sind unterschiedlich. Bei vielen Versicherern ist die Anmeldung versteckt oder wenigstens unsexy. So hätten über 40 Prozent der untersuchten Versicherungen die Newsletter-Anmeldung nicht auf der Startseite platziert. Bei etwa drei Vierteln der Websites sei deren Gestaltung eher trist und langweilig gehalten, was deren Auffindbarkeit erheblich erschwere.

Auch die Möglichkeiten von automatisierten Mailings würden verschenkt. Gerade einmal 15 Prozent der untersuchten Versicherer verschicken nach erfolgreicher Anmeldung eine Begrüßungsmail an Neu-Abonnenten. Fast ein Drittel der Unternehmen (31 Prozent) spricht die Newsletter-Empfänger zudem nicht personalisiert und damit unpersönlich an.

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Ebenfalls schwach zeigt sich die Versicherungswirtschaft bei der Umsetzung für mobile Geräte. So ließen sich fast die Hälfte der Newsletter und knapp ein Drittel der Landingpages auf Smartphones weder bequem lesen noch bedienen. Lediglich bei der Rechtssicherheit punkten die untersuchten Newsletter. Hier hebt sich die Branche vom Durchschnitt ab. So verwendeten über 80 Prozent der Versicherungsdienstleister das Double-Opt-in-Verfahren, weniger als die Hälfte fragten bei der Anmeldung zu viele Daten ab und mehr als 70 Prozent klärten bei der Anmeldung über die Verwendung personenbezogener Daten auf.