Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigen Versicherungen. Sie schützt Erwerbstätige vor den finanziellen Folgen, wenn sie nach Krankheit oder Unfall nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können.

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BU-Versicherer zahlten 2012 knapp 1,7 Milliarden Euro aus

Doch aktuell hat nur rund ein Viertel aller Berufstätigen in Deutschland eine BU-Versicherung abgeschlossen. Während ein Teil der Verbraucher zweifelt, stellen BU-Versicherer ihren Kunden jährlich Leistungen in Milliardenhöhe zur Verfügung. Allein 2012 zahlten Versicherer mehr als 250.000 BU-Renten mit einem Volumen von 1,7 Milliarden Euro aus. Rund 16 Millionen BU-Verträge liegen aktuell in den Beständen der Versicherungsunternehmen.

Jung, topfit, dynamisch – so sieht offenbar der ideale Kunde eines Anbieters für Berufsunfähigkeitsversicherungen aus. Wer einen risikoreichen Beruf ausübt oder ein nicht ganz alltägliches, gefährliches Hobby pflegt, hat es schwerer, eine geeignete BU zu finden. Auch Vorerkrankungen machen günstige Vertragsabschlüsse nahezu unmöglich. Bei einem Bandscheibenvorfall oder Neurodermitis werden häufig daraus eventuell resultierende Versicherungsfälle ausgeschlossen. Die Angebote sind dann oft mit Risikozuschlägen oder Ausschlüssen von bestimmten Leistungspunkten versehen.

Alternative Invaliditätsversicherung oder Schwere-Krankheiten-Versicherung

Als preiswerte Alternative bietet sich eine dann Invaliditätsversicherung oder eine Schwere-Krankheiten-Versicherung an. Diese Absicherungen sind zum einen deutlich preiswerter als eine Berufsunfähigkeitsversicherung und können häufig trotz gesundheitlicher Probleme abgeschlossen werden.

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung (Dread Disease-Versicherung) ist eine Personenversicherung, deren Leistung bei Eintritt einer genau definierten schweren Erkrankung, eines Ereignisses (z.B. Herzinfarkt) oder nach einer schweren Operation an die versicherte Person ausgezahlt wird. Die Höhe der ausgezahlten Summe richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Es wird bei derartigen Policen meist keine Rente erbracht, sondern eine einmalige Kapitalzahlung wie bei einer Risikolebensversicherung vereinbart.

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Die Invaliditätsversicherung versichert das Risiko der Invalidität des Versicherten. Unter Invalidität versteht man die Beeinträchtigung der körperlichen bzw. der geistigen Leistungsfähigkeit durch Krankheit oder Gebrechen. Die Versicherungsunternehmen leisten dann ab einem gewissen Grad der Einschränkung. Versicherte erhalten dann eine einmalige Invaliditätssumme oder eine lebenslangen Invaliditätsrente. Beide Varianten können auch kombiniert werden.

Lebensversicherung von 1871 a. G. München