Tiefschläge hatte die Swiss Re im Bereich der Lebens- und Kranken-Rückversicherung im zweiten Quartal zu verbuchen. Zudem hat der Rückversicherer mit dem Preisdruck der Branche im Schaden- und Unfallgeschäft zu kämpfen. Der Konzerngewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent auf 599 Millionen Euro (802 Millionen US-Dollar).

Anzeige  

 

Swiss Re Aktie rutscht nach Quartalsergebnissen ab

Die Börse reagierte empfindlich auf die Quartalsergebnisse vom 06.08.2014, da Analysten im Vorfeld ein höheres Ergebnis prognostiziert hatten. Das Papier verlor bis zum frühen Nachmittag 3,18 Prozent und sank auf 74,65 Franken. Somit gehörte das Swiss Re-Papier zu den schwächsten Werten im Schweizer Leitindex SMI.

Der Rückversicherer gibt sich optimistisch, die gesetzten Ziele für das Jahr 2014 noch zu erreichen. Verluste musste die Swiss Re in diesem Jahr in der Lebens- und Kranken-Rückversicherung verbuchen, hier brach der Gewinn im zweiten Quartal um mehr als zwei Drittel ein.

Gesamtjahresziel im Fokus der Swiss Re

Von geringen Katastrophenschäden profitierte die Swiss Re hingegen und gab mit 158 Millionen US-Dollar fast zwei Drittel weniger für die Folgen von Naturkatastrophen aus als ein Jahr zuvor. Mit 26 Millionen Dollar verbuchte der Rückversicherer auch bei von Menschen ausgelösten Katastrophen weniger Kosten als im Vorjahreszeitraum.

Anzeige  

 

Somit lag die kombinierte Schaden-Kosten-Quote mit 93,5 Prozent unter der entscheidenden Marke von 100 Prozent. Im Vorjahr lag diese Quote bei 101,1 Prozent und die Prämieneinnahmen hatten die Kosten der Schäden, der Verwaltung und des Vertriebs nicht gedeckt. Die Prämieneinnahmen legten konzernweit auf 7,6 Milliarden US-Dollar zu. Dies entspricht einer Zunahme von elf Prozent. Trotz des Branchen-Preiskampfes baute die Swiss Re ihre Geschäfte nach eigenen Angaben um acht Prozent bei der Vertragserneuerung im Juli aus.
Im Februar sollen die Ziele für die kommenden Jahre vorgestellt werden.