Leonie Pfennig (Versicherungsbote): Herr Kettnaker, Sie sind Vorstand der HALLESCHE Krankenversicherung für den Vertrieb und damit Ansprechpartner für Versicherungsmakler und Ausschließlichkeitsvermittler des ALTE LEIPZIGER - HALLESCHE Konzerns. Wie sieht aus Ihrer Sicht die Quote des vermittelten Pflegezusatzgeschäftes aus?

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Frank Kettnaker: Die Bedeutung der Absicherung des Pflegerisikos hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Für die HALLESCHE, die ja als Erfinder der Pflegeversicherung gilt, war die Pflege-Zusatzversicherung traditionell schon immer ein wichtiges Geschäftsfeld. Die Tatsache, dass sich noch immer weit weniger als 5 Prozent der Menschen in Deutschland für eine zusätzliche Vorsorge im Pflegefall entschieden haben, zeigt, wie groß das Potenzial ist und dass wir alle erst am Anfang der Erschließung eines echten Zukunftsmarktes stehen.

Durch die Politik dringt das Thema Pflege verstärkt in das Bewusstsein

Warum lassen die Vermittler Ihrer Meinung nach das Pflegegeschäft noch zu sehr liegen?

Die Gründe sind vielseitig. Mit der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung kam bei vielen Bürgern die trügerische Sicherheit auf, hier einen Vollkasko-Schutz zu erhalten. Diese Meinung hat sich hartnäckig gehalten und begrenzt automatisch die Bereitschaft zur Vorsorge. Deshalb hatten auch viele Vermittler das Thema Pflege nicht immer ganz oben auf ihrer Agenda stehen.

Es hat lange gedauert, bis auch die Politik aktiv Zeichen setzte, um dem drohenden Pflegenotstand entgegenzuwirken. So hat der Gesetzgeber mit der staatlichen Förderung inzwischen Anreize geschaffen und den zusätzlichen Aufbau einer kapitalgedeckten Säule in der Pflegeversicherung der PKV anvertraut. Auch mit den aktuell geführten Debatten und den in Angriff genommenen Reformschritten – die zu Verbesserungen führen aber längst nicht alle Probleme lösen können – dringt das Thema Pflege wieder verstärkt in das Bewusstsein der Menschen.

Die Fakten liegen auf der Hand: Die Zahl der Pflegefälle wird sich bis 2050 verdoppeln. Die umlagefinanzierte gesetzliche Pflegeversicherung hat die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit bereits heute erreicht. Und sie wird auch in Zukunft in den meisten Fällen nicht ausreichen, um die finanziellen Folgen eines Pflegefalls abzudecken. Aktuell beobachten wir einen klaren Trend in die richtige Richtung. Die Nachfrage ist vorhanden, in der Beratung spielt die Pflege eine zunehmend wichtigere Rolle und die Versicherer bieten attraktive Lösungen an.

Der Beitrag ist der Hauptgrund, warum Menschen auf Pflegevorsorge verzichten

Die HALLESCHE bietet seit drei Jahrzehnten eine Pflegeversicherung an. Sie sind Vorreiter in dieser Sparte. Seit Anfang des Jahres gibt es den neu aufgelegten Tarif OLGAflex. Was hat die HALLESCHE dazu bewogen?

Bereits zehn Jahre vor Einführung der gesetzlichen Absicherung war die HALLESCHE der erste bundesweite Anbieter einer Pflegeversicherung und setzte auch später immer wieder neue Maßstäbe. Etwa 2007 mit dem Pflege-Schutzbrief OLGA, der eine hohe finanzielle Absicherung eine 24-Stunden-Garantie für die Vermittlung von Pflegekräften, Haushaltshilfen oder Fahrdiensten bietet. Und seit März 2014 gibt es OLGAflex: mit voller Leistung zum flexiblen Beitrag.

Unsere Marktforschungsergebnisse zeigen, dass drei Viertel der Bevölkerung eine zusätzliche Absicherung – über den gesetzlichen Schutz hinaus – für wichtig erachten. Doch der Hauptgrund, bisher auf diese Pflegevorsorge verzichtet zu haben, ist der Beitrag. Häufig ist man in der aktuellen Situation noch nicht bereit oder in der Lage, in die Pflegevorsorge einzusteigen. Und genau hier setzt OLGAflex an.

OLGAflex ist ein sehr innovativer und flexibler Tarif geworden. Wo genau sind die Vorteile für die Vermittler? Und heißt das jetzt auch, dass der Kunde viel früher die Möglichkeit hat, sich den Einstieg in die Pflegeabsicherung leisten zu können?

Der unverwechselbare Vorteil liegt in der flexiblen Beitragsgestaltung von OLGAflex. Damit wird die umfassende Absicherung des Pflegerisikos für nahezu jeden möglich – insbesondere in Lebensphasen, in denen die finanziellen Mittel begrenzt sind. Also auch für junge Kunden, die noch am Anfang ihres Berufslebens stehen, gerade eine Familie gründen oder das Eigenheim finanzieren müssen. Hierfür bietet die HALLESCHE – neben der im Markt üblichen klassischen Beitragszahlung – auch reduzierte Startbeiträge an. Also heute deutlich weniger zahlen und später dafür ein wenig mehr. Und bis zum Alter von 60 Jahren kann im laufenden Vertrag jederzeit – und ohne Angaben von Gründen – der Beitrag deutlich reduziert werden. Damit bieten wir Vermittlern und ihren Kunden eine einzigartige Engpass-Lösung bei stets vollem Versicherungsschutz.

Die alternative Pflegeeinstufung nach ADL-Kriterien (Acitivities of Daily Living) ist ebenfalls ein Novum unter den Pflegetagegeldtarifen am Markt. Darüber hinaus sind es die umfassenden Tarifleistungen, die OLGAflex zum Top-Schutz machen. Beispielsweise die lebenslange Dynamisierung auch im Leistungsfall, weltweite Geltung oder 100%-Leistung ab Pflegestufe I für die stationäre Pflege – und natürlich die bewährten Assistance-Leistungen.

Theoretisch ist eine Pflegevorsorge ab 3 Euro im Monat möglich

Bitte erklären Sie uns an Hand eines Beispiels, wie genau der flexible Beitrag funktioniert.
Kundin, 30 Jahre alt, hat gerade eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und möchte gern ab sofort auch das Pflegerisiko abgesichert haben. Die Kundin möchte 50 EUR Tagessatz versichern, aber leider ist ihr der Beitrag in Höhe von 28,00 EUR zusätzlich zur BU aktuell zu hoch. Was kann sie tun?

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Ganz einfach: Sie bezahlt zu Beginn einfach weniger und später, wenn sie wieder finanziellen Spielraum hat, eben etwas mehr. Dafür bieten wir drei standardisierte Varianten mit reduzierten Startbeiträgen an: für 23 EUR oder 15,50 EUR oder 8 EUR. Im Grunde ist sie aber völlig flexibel und könnte bereits mit 3 EUR beginnen. Wohlgemerkt stets bei vollem Leistungsanspruch. Dazu bieten wir OLGAflex in zwei leistungsidentischen und parallel abschließbaren Tarifstufen an. Ein Teil des Pflegetagegelds wird dann in der Tarifstufe versichert, die Alterungsrückstellungen bildet, und der andere Teil in der Tarifstufe mit reinem Risikobeitrag. Nach einer Aufschubzeit von fünf Jahren werden automatisch alle zwei Jahre immer 10 EUR Pflegetagegeld in die Tarifstufe mit Alterungsrückstellungen umgestellt. Und sollte es zwischendurch finanziell einmal schwieriger werden, greift die einzigartige Engpass-Lösung von OLGAflex.

Herr Kettnaker, herzlichen Dank für das Gespräch.