Nach wie vor ist die Kundenzeitschrift für die Krankenkassen der Kontaktkanal mit der größten Kontaktfrequenz - doch die Bedeutung sinkt, wie eine Untersuchung von MSR-Consulting zeigt. Der Anteil an gesetzlich Krankenversicherten, die regelmäßig eine Kundenzeitschrift erhalten, ist seit 2010 stetig rückläufig.

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Aktuell erhalten 82% der Mitglieder regelmäßig eine Kundenzeitschrift. 2011 waren es noch 89%. Auch die Leseintensität nimmt im Zeitverlauf kontinuierlich ab: 59% der Mitglieder lesen heute Artikel, die sie interessieren oder schenken der Zeitschrift sogar intensive Aufmerksamkeit. Vor 2 Jahren lag dieser Anteil noch bei 67%. Dies ist ein Ergebnis der Marktstudie KUBUS GKV der Kölner Unternehmensberatung MSR Consulting. Im Rahmen der repräsentativen Studie wurden über 4.000 gesetzlich Krankenversicherte befragt.

Wie können Kassen dem Problem begegnen? Zum einen, indem sie die Kundenzeitschrift für die Mitglieder attraktiv gestalten und damit den Leserschwund verlangsamen. Verbesserungspotenzial besteht vor allem bei der inhaltlichen Ausrichtung auf die Lebenssituation und beim persönlichen Nutzen aus den Berichten.

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Den Leserschwund komplett aufzuhalten ist jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Es zeigt sich, dass gerade bei den jüngeren Mitgliedern der Leseranteil mittlerweile bei weniger als einem Drittel liegt. Für diese Zielgruppen müssen andere Kommunikationskanäle von der Website über Newsletter und Social Media angeboten werden. Natürlich sollte im Vorfeld genau geprüft werden, welche Kommunikationskanäle bei der eigenen Zielgruppe echtes Potenzial haben.