Facebook-Nachrichten könnten bald kostenpflichtig werden. Facebook-Nutzer sollen in Zukunft für Nachrichten zahlen. Das Bezahlsystem wird bereits seit Dezember 2012 in den USA getestet und soll nun probeweise auch in Europa eingeführt werden. Facebook plant die Testing-Phase auf weitere 36 Länder auszudehnen. Unter diesen sollen sich unter anderem auch Deutschland und Großbritannien befinden. Wie viele Nutzer in das Testing eingebunden werden, lässt Facebook jedoch offen.

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Facebook sucht nach neuen Geldquellen

Nach dem die Facebook-Werbung nicht den erhofften Erfolg gebracht hat und derzeit nur mühsam Fortschritte macht, versucht das Unternehmen von Marc Zuckerberg nach anderen Optionen, um mit dem sozialen Netzwerk Geld zu verdienen. Zweiter Aspekt dieses Schachzugs soll laut Facebook der Kampf dem wachsenden Spam im Netzwerk sein. Denn aktuell könnten Werbenachrichten, als Spam, kostenlos versendet werden. Die Anbieter könnten dann in die Facebook-Werbung gedrängt werden und würden somit Facebook mehr Umsatz verschaffen. Ob dieses Ziel so einfach erreicht werden kann, ist aktuell aber mehr als fraglich.

Nachrichten an Promis werden teuer

Facebook-User sollen, so der Plan von Facebook, Promis und Personen mit denen sie nicht befreundet sind, nur gegen einen bestimmten Betrag kontaktieren können. Bezahlt werden kann via Kreditkarte und höchstwahrscheinlich auch mit Paypal. Beide Optionen werden auch aktuell für Werbung als Bezahloptionen angeboten. Der Preis der Nachrichten soll vom Empfänger abhängen und liegt wohl in den meisten Fällen nur bei ein paar Cent. Um einen Promi zu kontaktieren, müssen User deutlich tiefer in die Tasche greifen. Laut Facebook werden derzeit die „idealen Preise“ ermittelt. Die Höhe des Preises soll sich aber an der Anzahl der Abonnenten orientieren.

So berichtete die Sunday Times, dass eine Postfach-Nachricht an den Rapper Snoop Dogg für umgerechnet 11,85 Euro zu haben ist. Der Schriftsteller Nick Hornby wäre dagegen bereits ab 83 Cent erreichbar. Für eine Nachricht an Facebook-Chef Mark Zuckerberg sollen sogar 76 Euro fällig werden.