Schwerer, gewerbsmäßiger Betrug - so lautet die Anklage gegen einen 44-jährigen Versicherungsmakler aus Deutschland, vor dem Salzburger Landesgericht. Laut Staatsanwaltschaft Salzburg soll der Makler Versicherungsverträge auf fremde Namen abgeschlossen haben und dies mit dem Wissen, dass sich die Kunden entsprechende Verträge mit einer relativ hohen monatlichen Belastung teilweise nicht leisten konnten.

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Auch soll der vorher unbescholtene Makler zehn Privatpersonen um rund 40.000 Euro betrogen haben. Laut Staatsanwalt Marcus Neher hatte er den vermeintlichen Opfern vorgegaukelt, dass er sich das Geld nur ausborgen wolle.

Bei den Betroffenen Versicherungen handelt es sich um die Generali Versicherung AG, die Oberösterreichischen Versicherung AG und die Standard Life Versicherung. Mittels fingierten Verträgen erleichterte er die Unternehmen um rund 668.000 Euro an Provisionen und Darlehen. So zahlten die Versicherungen für Verträge mit einem monatlichen Beitrag von 500 Euro fast 10.000 Euro Provision.

Der Prozess hatte bereits im August vergangenen Jahres begonnen. Während der Angeklagte die Beschuldigungen von sich wies und erklärte, dass die Versicherungen von seinem Vorgehen informiert gewesen seien, sagte ein Angestellter der Generali, dass es bereits 2008 Auffälligkeiten gegeben habe. Daraufhin sei es zu Stornierungen von einzelnen Verträgen gekommen. Ein Vertreter der Oberösterreichischen Versicherung bestätigte die Aussagen. So seien bei der Abbuchung von Prämien Rückläufer eingegangen.

Am Mittwochnachmittag wurde der Prozess vorerst vertagt. Ein neuer Verhandlungstermin wurde bis dato noch nicht fesetgelegt.