Heute sind ca. 2,4 Millionen Menschen pflegebedürftig. Ein hoher Anteil der pflegebedürftigen Menschen ist zugleich an Demenz erkrankt. Die Gesamtzahl der an Demenz erkrankten Menschen wird derzeit auf mindestens 1,2 Millionen geschätzt. In wenigen Jahrzehnten wird die Zahl der pflegebedürftigen Personen auf über 4 Millionen Menschen steigen. Dieser Wandel stellt große Herausforderungen nicht nur an die Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung, sondern auch an deren Finanzierung. Mit der Erhöhung des Beitragssatzes für die Pflegeversicherung um 0,1 % Beitragssatzpunkte will die Bundesregierung eine Finanzierung der Leistungsverbesserungen ermöglichen.

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Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz will die Bundesregierung einen wichtigen Schritt in der Ausrichtung der Pflege für die Zukunft machen. Ganz oben auf der Agenda steht dabei die Schaffung eines neues Pflegebedürftigkeitsbegriffs.

Private Pflege-Vorsorge

Eine Förderung der privaten Pflege-Vorsorge soll die Menschen dabei unterstützen, für den Fall der Pflegebedürftigkeit eigenverantwortlich vorzusorgen. Die freiwillige private Pflege-Vorsorge wird ab dem 1. Januar 2013 steuerlich gefördert. Dies bedarf aber noch einer gesetzlichen Regelung. Dabei wurde bereits vor einigen Monaten über eine Modell ala Riester debattiert (der Versicherungsbote berichtete:“Riester-Pflege kommt“ ). Dieser Ansatz wurde aber bereits wieder verworfen (der Versicherungsbote berichtete: „Bahr und Riester sollen Zweckehe eingehen“).

Pflegegeld auch ohne Pflegestufe

Ab dem 1. Januar 2013 erhalten Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die ohne Pflegestufe (Pflegestufe 0) sind, monatlich ein Pflegegeld von 120 Euro oder Pflegesachleistungen von bis zu 225 Euro.

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Pflegebedürftige in Pflegestufe I erhalten 305 Euro Pflegegeld oder Pflegesachleistungen von bis zu 665 Euro. Pflegebedürftige in Pflegestufe II bekommen 525 Euro Pflegegeld oder Pflegesachleistungen von bis zu 1.250 Euro.

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