Drittgrößter Zuwachs: ÖRAG Rechtsschutz (plus 25.661 Verträge)
Die ÖRAG Rechtsschutz baut ihren ohnehin großen Bestand 2024 weiter aus. Die Zahl der Verträge steigt von 2.113.060 auf 2.138.721 Policen, was einem Plus von 25.661 Verträgen beziehungsweise rund 1,2 Prozent entspricht. Damit wächst der Versicherer über dem Branchenschnitt von 0,68 Prozent und behauptet zugleich einen Platz auf dem Siegertreppchen der größten Anbieter – Rang 3 nach Vertragsbestand.

- Rechtsschutzversicherung: Die größten Bestandsgewinne
- Achtgrößter Zuwachs: Debeka Allgemeine (plus 12.973 Verträge)
- Siebtgrößter Zuwachs: HUK-Coburg Rechtsschutz (plus 15.386 Verträge)
- Sechstgrößter Zuwachs: Allianz (plus 16.731 Verträge)
- Fünftgrößter Zuwachs: Württembergische (plus 17.512 Verträge)
- Viertgrößter Zuwachs: LVM (plus 18.649 Verträge)
- Drittgrößter Zuwachs: ÖRAG Rechtsschutz (plus 25.661 Verträge)
- Zweitgrößter Zuwachs: Auxilia Rechtsschutz (plus 30.265 Verträge)
- Größter Zuwachs: Arag SE (plus 138.954 Verträge)
Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein kontinuierlicher Ausbau auf hohem Niveau. Gegenüber 2019 mit 1.991.400 Verträgen ergibt sich ein Zuwachs von 147.321 Policen beziehungsweise rund 7,4 Prozent. Das Wachstum ist damit stabil und über Jahre hinweg angelegt.
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Prämienwachstum: starke Position auch wirtschaftlich
Parallel dazu setzt sich die positive Entwicklung auf der Prämienseite fort. Die verdienten Bruttoprämien steigen von 422,61 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 444,60 Millionen Euro im Jahr 2024. Das entspricht einem Zuwachs von 21,99 Millionen Euro beziehungsweise 5,2 Prozent. Gegenüber 2019 (367,59 Millionen Euro) ergibt sich ein Anstieg um rund 21,0 Prozent. Auffällig ist dabei die konsistente Marktstellung: Mit Rang 4 nach Prämien liegt die ÖRAG wirtschaftlich nahezu gleichauf mit ihrer Position nach Vertragsbestand. Das unterstreicht die ausgewogene Struktur des Geschäfts.
Preisprofil und Einordnung: solides Mittelfeld mit stabiler Balance
Das Geschäftsmodell der ÖRAG bewegt sich im Preisprofil nahe am Marktdurchschnitt. Die Durchschnittsprämie je Vertrag steigt von 186,48 Euro im Jahr 2019 über 200,34 Euro im Jahr 2023 auf 209,40 Euro im Jahr 2024. Insgesamt ergibt sich damit ein Anstieg um 22,92 Euro beziehungsweise rund 12,3 Prozent. Damit liegt die ÖRAG leicht über dem Branchenschnitt von 204,76 Euro und im soliden Mittelfeld des Marktes (Rang 15). Die Schadenaufwendungen je Vertrag liegen mit 122,74 Euro ebenfalls nahe am Branchenschnitt von 132,75 Euro und deuten auf ein ausgewogenes Verhältnis von Preis und Risiko hin.
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Vor diesem Hintergrund lässt sich das Wachstum einordnen. Die ÖRAG kombiniert große Bestände mit einer stabilen Positionierung im Marktmittel und baut ihren Bestand kontinuierlich aus. Das Wachstum entsteht damit nicht aus Extrempositionen, sondern aus einer konsistenten Balance zwischen Preis, Leistung und Marktzugang. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Vertriebsstruktur: Als Partner der öffentlichen Versicherer und der Sparkassen-Finanzgruppe verfügt die ÖRAG über einen breit verankerten Zugang zum Markt. Dieser institutionalisierte Vertrieb ermöglicht eine kontinuierliche Kundengewinnung auch ohne extreme Preispositionierung.
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