Im April 2022 waren es noch Marktgerüchte: Axa wolle sich von einem Portfolio Renten- und Kapitallebensversicherungen der ehemaligen DBV-Winterthur Leben (DWL) trennen, die bereits für das Neugeschäft geschlossen waren. Käufer des 19-Milliarden-Euro-Portfolios sollte der Policenabwickeler Athora werden (Versicherungsbote berichtete).

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Im Juli 2022 meldeten beide Unternehmen, dass man sich auf eine Transaktion verständigt habe. So sollte die Übertragung der Bestände in einer fünfjährigen Übergangszeit schrittweise erfolgen. Bis zum Abschluss der Transaktion sollte der betroffene Bestand auf ein „gut kapitalisiertes Unternehmen“ übertragen werden, das anschließend von Athora übernommen wird. Dafür sollte Athora etwa 610 Millionen Euro zahlen (Versicherungsbote berichtete).

Es wäre nach den Run-Off-Deals von Generali und Zurich der drittgrößte Run-Off an einen externen Dienstleister in Deutschland gewesen. Der Policenabwickler Athora hätte nach dem Deal über ein verwaltetes Vermögen von 24 Milliarden Euro und 1,1 Millionen Kunden verfügt.

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Run-Off-Deal wird „einvernehmlich nicht weiterverfolgt“

Doch aus der Transaktion wird nichts. Athora Deutschland und Axa Deutschland hätten sich „einvernehmlich darauf geeinigt [...], die im Juli 2022 vereinbarte Transaktion zum Erwerb des für Neugeschäft geschlossenen Portfolios der ehemaligen DBV-Winterthur Leben nicht mehr weiterzuverfolgen“, teilten die Unternehmen mit. Zur Begründung verwies Athora auf die „wesentlichen Veränderungen der Finanzmarktbedingungen“ seit Unterzeichnung des Kaufvertrags im Juli 2022. Die Aufhebungsvereinbarung stünde im Einklang mit den Bedingungen dieses Kaufvertrags, so Athora abschließend.