Im engen Korsett lässt sich schwer tanzen - schon gar nicht auf mehreren Hochzeiten. Diese Erkenntnis mussten sich nun Axa und ING eingestehen. Am 25. November meldete die niederländische Konzern-Mutter, dass sich Axa und ING künftig wieder auf den lokalen Vertrieb von Versicherungsangeboten konzentrieren würden.

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Dabei hatten beide Partner zu Beginn ihrer Liaison ganz anderes im Blick: Frankreich, Deutschland, Italien, Tschechische Republik, Österreich und Australien sollten erst der Anfang einer Versicherungsplattform sein.

Doch in Tschechien und Österreich zog sich ING erst vor Kurzem aus dem Bankgeschäft mit Endkunden zurück. Das ‚Korsett‘ der globalen Bancasurance-Partnerschaft ist damit wohl gescheitert. Nun wird - um im Bild zu bleiben - wieder aufgeschnürt: Beide Unternehmen könnten durch die Trennung „besser auf die spezifischen Versicherungsanforderungen lokaler Kunden und Vertriebspräferenzen“ in den verbliebenen Zielmärkten eingehen, so ING.

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Was bedeutet das konkret für den deutschen Markt? „AXA Deutschland und ING Deutschland als lokale Einheiten werden nun gemeinsam festlegen, wie diese Partnerschaft lokal fortgeführt wird“, so ein ING-Sprecher auf Anfrage von Finanz-Szene, die als erste über die Neuausrichtung berichteten.

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