Eigentlich sollte die Grundrente ‚Respekt-Rente‘ heißen. So sollte der Respekt vor der Lebensleistung von Menschen zum Ausdruck gebracht werden, die zwar mindestens 35 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung aufweisen, aber keine 45 volle Beitragsjahre für eine Altersrente ohne Abschläge erreichen.

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Kritik hagelte es damals schon lange bevor die Grundrente gesetzlich verankert wurde. Deren Tenor: zu teuer und zu ungenau. Nun könnten sich die Kritiker bestätigt sehen. Anlass dafür bietet ein Beitrag im ARD-Politmagazin ‚Plusminus‘ vom 03. November 2021. Darin werden gleich mehrere Kritikpunkte benannt und anhand konkreter Beispiele dargestellt.

Kritikpunkt 1: Hoher Verwaltungsaufwand

Dazu gehört der schleppende Start. Denn obwohl das Gesetz zur Grundrente seit Jahresbeginn in Kraft ist, gab es erst Mitte Juli erste Auszahlungen. Im Beitrag kommt Rentenberater Christian Lindner dazu zu Wort. Er vermutet hohen bürokratischen Aufwand hinter den Verzögerungen. Schließlich seien 3.500 neue Mitarbeiter für die Grundrente eingestellt worden, so der Rentenexperte.

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Das verursacht natürlich auch Kosten: Von 400 Millionen Euro Verwaltungsaufwand spricht Lindner, die durch die Grundrente anfallen würden. Dieses Geld werde aufgewendet, um 1,3 Milliarden Euro Leistungen zu erbringen. Für den Rentenberater ein Missverhältnis.

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