Während die Riester-Rente auf dem Rückzug ist, zeigt sich das Angebot von Basis-Renten vergleichsweise konstant. Hier bleibt die Zahl der Versicherer mit 46 gegenüber dem Vorjahr gleich. Das Tarifangebot wächst sogar leicht von 193 auf nun 196 Produkte. Ein Rückgang der Klassiktarife wird mehr als wettgemacht durch den Anstieg bei Hybrid-Lösungen und Fondsrenten. Damit steigt auch die Qualität der Produkte, beobachtet Franke und Bornberg. Für etwa 34 Prozent aller Basis-Renten gibt es von den Analysten die Spitzennote FFF+. Das FFF wird von knapp 50 Prozent erreicht.

Anzeige

Welche Kriterien der Analyse zugrunde gelegt wurden, hat Franke und Bornberg auf einem 13-seitigen PDF offengelegt.

Damit ein sachgerechter Vergleich der Produkte gegeben ist, haben die Analysten alle Tarife einer von fünf Produktkategorien zugeordnet:

  • Klassik: Darunter fallen Rentenversicherungen mit garantiertem Rechnungszins. Sparbeiträge werden ausschließlich im Sicherungsvermögen der Versicherer angelegt.
  • Neue Klassik: Auch hier fließen Sparbeiträge in das Sicherungsvermögen. Es werden endfällige Garantien, aber keine Mindestverzinsung vereinbart. Durch den Verzicht auf jährliche Garantien steigen die Renditechancen. In diese Kategorie fallen auch klassische Produkte mit Indexpartizipation.
  • Fonds: Sparbeiträge werden ausschließlich in Investmentfonds angelegt. In der 2. Schicht (Riester) gibt es aufgrund des Garantiegebotes keine fondsgebundenen Rentenversicherungen.
  • Hybrid Garantie: Der Versicherer sagt ein Garantieniveau zu, das durch Umschichten zwischen Sicherungsvermögen und fondsorientierter Anlage während der Vertragslaufzeit erreicht wird. Vertragsguthaben, das für die Garantie nicht gebraucht wird, kann renditeträchtig angelegt werden (z. B. dynamische 3-Topf-Hybride mit Sicherungsfonds).
  • Hybrid Beitrag: Hier entscheiden Kunden selbst, welcher Anteil ihrer Sparbeiträge in die Fondsanlage und welcher ins Sicherungsvermögen fließt. In diese Kategorie fallen u. a. statische 2-Topf-Hybride.
Seite 1/2/