Kommunikation, Erreichbarkeit und Beratung sind die Schlüsselfaktoren für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen dem Versicherungsnehmer und seiner Versicherung. Das geht aus dem Serviceatlas Krankenversicherer 2020 einmal mehr hervor. Vertrauen lebt vom zwischenmenschlichen Kontakt - durch die Corona-Pandemie sind persönliche Gespräche allerdings zur Ausnahme geworden. Beratungsleistungen finden momentan hauptsächlich über den Computer oder per Telefon statt. Die Krise ruft zum digitalen Aufbruch. Was für viele Berater, Versicherungsmakler und -vermittler einen herausfordernden Strukturwandel darstellt, kann gleichzeitig eine Chance sein, die Kundenkommunikation nachhaltig umzulenken – auf Zukunftskurs!

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Corona als Geburtshelfer digitaler Kanäle

Vor allem während des Lockdowns, als viele Servicestellen und Büros vorübergehend schließen mussten, hat sich gezeigt, dass immer mehr Kunden offen für neue Kommunikationskanäle sind. So berichtet der aktuelle Techmonitor Assekuranz zum Beispiel von deutlich gestiegenen digitalen Kontakten aufseiten der Versicherungen.

Auch die Art und Weise, wie wir kommunizieren, befindet sich im digitalen Wandel. Gerade die Digital Natives haben andere Kommunikationsgewohnheiten entwickelt als etwa ihre Eltern – privat wie geschäftlich. Griffen Kunden früher noch zum Hörer, um mit einem Berater in Kontakt zu treten, suchen jüngere Generationen heutzutage eher den direkten Kontakt über Social-Media-Kanäle, WhatsApp oder Live-Chats – wie sie das von der Kommunikation im privaten Umfeld gewohnt sind. Und selbst die ältere Generation ist inzwischen auf Messenger-Kommunikation umgestiegen: Nicht wenige Großeltern schreiben mit ihren Enkeln per WhatsApp. Wen reizt da noch eine telefonische Beratung mit der immer gleichen Warteschleifenmelodie?

Grundsätzlich gilt: Eine einzige Anlaufstelle ist für Kunden heutzutage nicht mehr ausreichend. Zu den wichtigsten Merkmalen eines guten Kundenservice zählt die kanalübergreifende Erreichbarkeit. Daher sollten auch Versicherungsberater und -vermittler überdenken, wo, wann und wie sie für ihre Kunden am besten zu erreichen sind. Nicht immer ist das Telefon dafür die beste oder von den Kunden präferierte Lösung. Vielmehr sollten mehrere Kanäle für die Kommunikation angeboten werden, um den unterschiedlichen Vorlieben der Kunden entgegenzukommen.

Online statt offline

Vor allem junge Zielgruppen suchen vorwiegend online nach den besten Versicherungsangeboten. Versicherungen tun daher gut daran, ihnen direkt als Ansprechpartner zur Seite zu stehen, denn bei der Auswahl der richtigen Police kommen natürlich viele Fragen auf. Eine unmittelbare Beratung ist hier umso wichtiger, geht es doch ganz konkret um den Verkauf einer Versicherung. Ein Live-Chat erlaubt hierbei eine Beratung direkt auf der Webseite mittels eines Chat-Fensters. So können Fragen zu Beitragssatz oder Abdeckung „vor Ort“ schnell geklärt werden, ohne dass Kunden die Webseite wieder verlassen müssen. Natürlich können Vermittler auch per Chat durch den anschließenden Antrag leiten. Es entsteht also kein Medienbruch und eine fließende Userjourney wird somit sichergestellt.

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Auf der Webseite ist dafür ein Chatsymbol eingeblendet, auf das Kunden klicken können. Alternativ können die Vermittler und Berater interessierte Nutzer auch proaktiv ansprechen, wenn diese scheinbar planlos herumsurfen oder sich ein bestimmtes Produkt genauer ansehen. Hierfür kann das Chat-Fenster individuell angepasst werden, mit Name, Bild und kurzem Profiltext des Experten. Das hilft sehr dabei, eine persönliche Ebene herzustellen und die Kunden selbst wählen zu lassen, ob sie den Gesprächsfaden aufnehmen möchten oder nicht. Denn gerade wenn es um wichtige Themen wie eine Versicherung geht, möchten sich potenzielle Versicherte gut aufgehoben wissen und genau verstehen, mit wem sie sprechen. Aus der Anonymität heraus entsteht selten Vertrauen.