Die Corona-Krise wirkt sich bei einzelnen Versicherern sehr unterschiedlich aus. Während sich bei Generali der Gewinn halbierte, meldete Allianz Erfolge und will in Zukunft verstärkt auf Homeoffice und weniger Dienstreisen setzen.

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Doch wie erleben die Mitarbeiter von Versicherungen den Wandel und das Krisenmanagement ihres Arbeitgebers? Wie gehen sie mit Homeoffice-Lösungen um und in welchem Ausmaß haben sich im Zuge der Corona-Krise Kundenwünsche geändert? Diesen Fragen ging die Studie „Digitale Versicherung 2020“ nach, für die im Auftrag des Softwareherstellers Adcubum mehr als 300 Arbeitnehmer aus der Versicherungswirtschaft in Deutschland befragt wurden.

77 Prozent der Versicherer nicht im Normalbetrieb

Eine der Fragen lautete: „Wie gut schafft es Ihr Unternehmen, auch in COVID-19-Zeiten so etwas wie ‚Normalbetrieb‘ aufrecht zu erhalten?“ Nur 23 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Arbeitgeber zu 100 Prozent Normalbetrieb gewährleisten kann. Die meisten Teilnehmer (47 Prozent) wählten die Antwort ‚zwischen 100 und 75 Prozent‘. Nach Wahrnehmung der Mitarbeiter erreicht jeder dritte Versicherer derzeit nur maximal 75 Prozent seiner normalen Produktivität.

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Befragt nach den möglichen Ursachen für die Einschränkungen gaben 49 Prozent der Befragten an, dass zu viele kundenbezogene Prozesse noch papiergebunden seien. Bei den zweit und dritthäufigsten Antworten zeichnet sich aber eine Zweiteilung der Branche ab. So sehen 43 Prozent der Befragten fehlende technische Möglichkeiten bei der Kundenkommunikation als Ursache für die Einschränkungen im Normalbetrieb. 57 Prozent der Teilnehmer stimmen dieser Sicht allerdings nicht zu. Ganz ähnlich verhält es sich bei der Aussage, dass zu viele interne Prozesse noch papiergebunden seien. 38 Prozent der Teilnehmer erleben das als Hürde auf dem Weg zum Normalbetrieb; 62 Prozent der Befragten teilen diese Erfahrungen nicht.