Die Studienergebnisse zeigen, dass sich die Stimmung im Versicherungsmarkt bereits seit April 2020 leicht verbessert hat. Dennoch werden spürbare negative Folgen für die gesamte Versicherungsbranche nicht ausbleiben. Das ist zumindest der Eindruck beziehungsweise die Befürchtung fast aller Versicherer. Während sich im April noch rund 40 Prozent der Befragten dahingehend äußerten, dass sie negative Folgen mittleren Ausmaßes für die Versicherungsbranche erwarten, ist diese Zahl zwischenzeitlich deutlich gestiegen. Nun rechnen mehr als die Hälfte der Befragten mit negativen Auswirkungen.

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Problemfeld Neukundengeschäft

Es ist insbesondere das Neukundengeschäft, das unter COVID-19 stark gelitten hat und noch immer leidet. Die Studien zeigen, dass rund 70 Prozent der Versicherungsgesellschaften im Neukundengeschäft hinter ihren Planzahlen liegen. Im April waren es lediglich 50 Prozent der Versicherer, die einen Rückgang im Neukundengeschäft verzeichneten. Auch dieser Wert ist signifikant angestiegen und liegt nun bei 69 Prozent. Die Prämien für das Neukundengeschäft sind massiv eingebrochen und bewegen sich mehrheitlich in einer Bandbreite zwischen minus fünf bis minus 20 Prozent. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille: Aktuell sind es immerhin 13 Prozent der Versicherungsgeber, die von der Corona-Krise profitieren. Das ist ein Anstieg gegenüber dem April, wo dieser Wert bei lediglich elf Prozent lag.

Immerhin erwarten 15 Prozent der Versicherer, dass sich das Neugeschäft in den nächsten Monaten stabilisiert. Dem steht die Zahl 86 Prozent gegenüber. Das sind die Versicherungshäuser, die auch weiterhin mit Sorge auf das Neukundengeschäft blicken. 18 Prozent der Versicherer gaben an, dass die Coronakrise bislang keine Auswirkungen auf ihr Neukundengeschäft hatte. Aber nur fünf Prozent gehen davon aus, dass das so bleiben wird. Andere wiederum sehen Chancen in der Krise, denn 10 Prozent der Versicherer gehen von einer Steigerung des Neukundengeschäfts aus.