Bereits seit 2001 gibt es dem Ombudsmann für Versicherungen, eine Schlichtungsstelle der Versicherungswirtschaft in Berlin. Am Mittwoch informierten Ombudsmann Wilhelm Schluckebier über die Beschwerdetätigkeit der Verbraucher. Insgesamt 13.006 zulässige Beschwerden seien im Berichtsjahr bei der Schlichtungsstelle eingegangen. Das sind 8,1 Prozent weniger als 2018. Bereits im Vorjahr war das Beschwerdeaufkommen um 5,1 Prozent gesunken. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

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Zusammen mit den unzulässigen und von den Beschwerdeführern nicht weiterverfolgten Vorgängen seien in Summe 17.528 Verfahren beendet worden. Davon seien 3.690 Beschwerden als unzulässig eingestuft worden. Rund 32 Prozent der Beschwerden waren von Dritten gestellt worden. Dazu zählen unter anderem Personen die Schadenersatzansprüche geltend machen wollen. Knapp ein fünftel der unzulässigen Beschwerden (21 Prozent) waren zur Privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Hierfür ist jedoch der PKV-Ombudsmann zuständig. Weitere 837 Rügen seien von den Beschwerdeführern nicht weiterverfolgt worden.

Beim Großteil der 17.528 Verfahren beklagte sich die Verbraucher über den Versicherer. Dies war in 16.928 Fällen so. Das entspricht einem Anteil von 96,6 Prozent. Lediglich in 261 Fällen wurde sich über einen Vermittler beklagt. Von diesen 261 Beschwerden waren allerdings nur 116 Beschwerden zulässig. Damit wurde über die Häfte der Beschwerden über einen Versicherungsvermittler als unzulässig eingeordnet.

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Die durchschnittliche Verfahrensdauer der zulässigen Beschwerden sei leicht angestiegen. Diese liegen nun durchschnittlich bei 2,6 Monaten. In Tagen betrachtet, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr die Dauer von 76,9 auf 77,5.