Das „Google“-Phänomen als Vorbild: Marken-Branding

Viele Menschen greifen wie selbstverständlich zu Google, wenn sie "googeln" wollen. Kann sich jedoch in der Versicherungsbranche ebenfalls ein Unternehmensnahme oder eine Marke derart etablieren, dass Namen synonym werden für eine Dienstleistung oder ein Produkt? Solche Vorstellungen sind keinesfalls unrealistisch, wie der Erfolg von Check24 oder Verivox zeigt. Denn ist allgemein von "Vergleichsportalen" die Rede, schießen sofort die Namen beider Portale ins Gedächtnis. Mit der Dienstleistung hat sich in ein Name als "Marke" eingebrannt.

Anzeige  

 

„Personal Branding“ als Verheißung

Aber auch kleinere Unternehmen oder Privatpersonen könnten sich bei ihren Kunden als "Marke" im Gedächtnis einbrennen. Dass eine solche und von Unternehmensberater Tom Peters popularisierte Idee auch Vermittlern nicht fremd ist, zeigt eine aktuelle Studie. Zwar ist die Stichprobe dieses aktuellen „Stimmungsbarometers“ mit 77 Befragten recht klein. Begründet aber ist die Zahl durch die Tatsache, dass es sich bei den Befragten ausschließlich um unabhängige Vermittler handelt, die auf den "Webdays" des Münchener Lebensversicherers befragt wurden. Ergebnisse dürfen demnach eine gewisse repräsentative Geltung für die Branche beanspruchen.

LV1871

Das Wirken als "Marke" erweist sich hierbei für Vermittler als äußerst reizvoll: 69 Prozent setzen auf „Personal Brand“ als „Wettbewerbsfaktor heute und in der Zukunft“, ergab die Umfrage. Wie ein solches Festsetzen im Gedächtnis der Kunden erreicht werden kann, wollte die Studie ebenfalls wissen. 68 Prozent der Befragten sprechen einer SEO-optimierten Webseite die größte Relevanz zu – einer Webseite, die optimiert ist auf Suchergebnisse der Kunden im Internet. SEO-Optimierung freilich ist eng verbunden mit dem Thema „Online-Marketing“, das gleichfalls hohe Relevanz für die Vermittler hat: 54 Prozent der Befragten betrachten außerdem das Online-Marketing als besonders wichtig.

Regionaler Raum verliert nicht an Bedeutung

Keinesfalls aber entscheiden aus Sicht der Vermittler nur digitale anonyme Kanäle über den Vertriebserfolg. Noch relevanter nämlich als das Online-Marketing wird – mit 58 Prozent Nennungen – das „lokale Marketing“ eingeschätzt. Der regionale Raum verliert demnach durch das Internet keineswegs seine Wichtigkeit für die Vermittler-Branche.

"Wanted": Die Unterstützung der Versicherer

Dass Zukunftsprognosen für die Branche keineswegs bedeuten, Vermittler seien ein Auslaufmodell, offenbart eine weitere Antwort. Geben doch 55 Prozent der Befragten an, zukünftig werde der Beratungsbedarf beim wichtigen Thema Altersvorsorge steigen. Jedoch: Bei der Digitalisierung sehen sich die Vermittler laut Pressemitteilung des Versicherungsunternehmens nicht genügend unterstützt.

Anzeige  

 

Zwar nennt die LV 1871 für diesen Befund keine Prozentzahlen (der Versicherungsbote hat diesbezüglich angefragt und wartet auf Rückmeldung). Gerade ein fehlender Support durch Versicherer wird in der aktuellen Presseerklärung jedoch als eine „Lücke des Monats“ dargestellt. „Gesucht“ wird demnach, wie ein Plakat mit Überschrift nach Art eines Westerns pointiert, „mehr digitales Marketing für Vermittler“ (siehe Infografik).