Im Juni 2018 hatte der digitale Versicherer Element angekündigt mit einer Flugverspätungsversicherung zu starten. Gemeinsam mit dem Fluggastrechte-Portal FairPlane werde eine Absicherung angeboten, die die komplette Entschädigungssumme von der Airline zurückholen solle.

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Während das Baby aus der Fintech-Schmiede FinLeap und das Legal-Tech FairPlane auf den Rechtsanspruch bei Flugverspätungen abzielen, hatte der französische Versicherungskonzern Axa bereits 2017 eine andere Lösung getestet. Die Police mit dem hübschen Namen "Fizzy" soll ebenfalls Fluggäste gegen Verspätungen absichern. Dazu nutzt der Versicherer die Technik, die von der Kryptowährung Ethereum genutzt wird. Diese werde auch als Plattform für digitale Verträge genutzt. Dadurch können beliebige Vorgänge zwischen zwei Parteien automatisch verifizier und ausgeführt werden.

Der Versicherungsvertrag selbst soll künftig in der Blockchain gespeichert werden. Diese soll dann auch die Leistung direkt an den Kunden veranlassen. Als Auslöser für die Zahlung an den Kunden sei eine Verspätung von zwei Stunden hinterlegt. Werde diese Marke überschritten, bezahle die Blockchain automatisch und sofort. Denn die Plattform ist direkt mit einer weltweiten Flugverkehrsdatenbank verbunden. Für die Auszahlung im Schadensfall seien demnach weder eine Schadensmeldung noch Mitarbeiter für die Regulierung notwendig.

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Mit dem gleichen Ansatz möchten nun der Direktversicherer Berlin Direkt und der Rückversicherer Swiss Re durchstarten. Gemeinsam wurde eine parametrische Versicherung für den Verspätungsfall von Flügen gebaut. Diese solle bei Verspätungen die versicherten Summen automatisch begleichen. Dazu wurde der Kooperationspartner FlightStats ins Boot geholt. Der Anbieter für Datendienste liefert die kompletten Werte zu Flügen - also Flugverspätungen, Annullierungen und Umleitungen. Dadurch könne der Schaden direkt reguliert werden. Kunden bräuchten diesen nicht mehr zu melden, heißt es in einer Pressemitteilung.