Allein die Nutzerzahlen von WhatsApp zeigen, welche Bedeutung Messenger schon haben. Die App hat 1,5 Milliarden MAUs (Monthly Active Users) und wird von 89,4 Prozent der 14- bis 60-Jährigen Deutschen täglich bis mehrfach in der Woche genutzt. Der Facebook-Messenger (1,3 Milliarden MAUs) und WeChat (1,0 Milliarden MAUs) zeigen nicht nur, dass der Messenger-Kosmos aus mehr als WhatsApp besteht, sondern ebenso, wie populär dieser Kommunikationskanal mittlerweile ist und welches Potential in ihm steckt.

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Messenger sind die Basis der Kundenkommunikation der Zukunft

Insbesondere WeChat deutet an, wohin die Reise gehen könnte. Denn er ist weitaus mehr als ein chinesischer WhatsApp-Klon. Es ist die mobile Zentrale im Leben vieler Chinesen. Mit WeChat können Nutzer zwar auch chatten, aber ebenso mobil bezahlen, Arzttermine vereinbaren, Taxis buchen oder shoppen. Zusammen mit Taikang Life hat WeChat im November 2017 eine Online-Krankenversicherung entwickelt, welche die Bewegungsprofile der Nutzer berücksichtigt und nur denen angeboten wird, deren Bewegungsdaten ein positives Bild zeigen.

Prognose: Messenger führen zu einem Paradimenwechsel in der Kommunikation. Aus dem one-to-many der Massenmedien, wurde many-to-many in Social Media und wird in Zukunft ein one-to-one im Messenger. Online entsteht somit eine neue individuelle Kommunikationsebene, die Versicherungen neue Produkt- und Vertriebsansätze bietet.

Social Media ist tot! Dieses Mal aber wirklich! Oder?

Wenn Messenger die Zukunft sind, ist Social Media dann tot? Facebook hat aktuell 2,3 Milliarden monatlich aktive Nutzer und wächst kontinuierlich. Die deutschsprachigen Versicherungen erzielen mittlerweile eine Reichweite von 4,7 Millionen Fans, die ebenfalls kontinuierlich ansteigt. Ein Effekt, der sich bei den Follower- und Abonnentenzahlen von Versicherungs-Accounts auf allen Social-Media-Plattformen zeigt.

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Schon im vergangenen Jahr belegte eine BVDW-Studie, dass Social Media die Markenstärke von Versicherern zu 10 Prozent beeinflusst und neben TV-Werbung der stärkste Kanal für das Markenimage ist. Prognose: Nur weil sich gezielte Kundenkommunikation in Messenger verlagern wird, bedeutet es nicht, dass Social Media obsolet ist. Ganz im Gegenteil. Soziale Netzwerke werden in Zukunft relevanter, als sie es bisher waren. Denn klassischen Medienkanäle verlieren immer mehr an Bedeutung und nur auf Social Media Plattformen wird es in zukünftig möglich sein, genügend Öffentlichkeit für die eigene Marke und die eigenen Inhalte herzustellen.