Das Datenschutzgesetz schreibt nun vor, dass die Generali die Kunden aller wechselwilligen Generali-Vertreter mit einem Anschreiben in Kenntnis setzt, dass der Vermittler fortan für einen anderen Finanzdienstleister tätig sein wird und die Kundendaten entsprechend übertragen werden. Auch müssen die Kunden informiert werden, dass sich an den Verträgen nichts ändert. Hier kam es nun zu dem Fehler, wie der Generali-Sprecher informiert.

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Der Sprecher erklärt: "Es gibt Kunden, die sowohl Verträge haben, die bisher von einem Generali-Berater betreut werden, als auch Verträge, die von einem unabhängigen Vertriebspartner betreut werden. Diese Kunden erhielten ebenfalls das Schreiben, das sich jedoch ausschließlich auf die vom Generali-Berater betreuten Verträge bezieht. Aufgrund eines technischen Fehlers wurde auf diesen Kundenbriefen statt der Versicherungsscheinnummer, die dem Generali-Berater zugeordnet ist, eine Vertragsnummer gedruckt, die durch einen unabhängigen Vertriebspartner betreut wird. Hierdurch wurde der Anschein erweckt, die Generali wolle Verträge, die von unabhängigen Vermittlern betreut werden, auf Berater der Allfinanz übertragen."

Entschuldigung der Generali - und Hotline

Wie viele Kundinnen und Kunden das falsche Anschreiben erhalten haben und wie viele Makler betroffen sind, kommunizierte die Generali nicht. Mittlerweile haben sich auch Ausschließlichkeitsvertreter der Generali an den Versicherungsboten gewendet, die sich zukünftig nicht der DVAG anschließen wollen, sondern eigene Wege gehen. Auch ihre Klienten haben einen entsprechenden Brief zugeschickt bekommen.

Doch die Generali nimmt den Vorfall ernst. Für den Fehler "entschuldigt sich die Generali bei allen betroffenen Kunden ausdrücklich", sagte der Sprecher dem Versicherungsboten. Und weiter: "Der Versicherer ist bereits dabei, sich per Brief an alle betroffenen Kunden zu wenden und den Sachverhalt richtig zu stellen: Sämtliche Kunden werden weiterhin unverändert durch den jeweiligen unabhängigen Vertriebspartner betreut. Eine Datenweitergabe an die Allfinanz Aktiengesellschaft DVAG erfolgt nicht".

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Zusätzlich hat die Generali eine exklusive Hotline geschaltet (089 5121-1743), an die sich Unabhängige Vertriebspartner wenden können. Betroffene Kunden könnten sich wie gewohnt über das Kunden Service-Center informieren, berichtet der Konzernsprecher.