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Kommentar

Warum wir eine private Krankenvollversicherung brauchen

Seit dem Juli 2013 ist Ulrich Leitermann Vorstandsvorsitzender der SIGNAL IDUNA Gruppe, Dortmund und Hamburg. Der Diplom-Kaufmann hat auch Examina als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.Pressefoto Signal Iduna

Nach dem Scheitern von Jamaika könnte erneut eine große Koalition aus Union und SPD regieren - und damit wird auch die Bürgerversicherung wieder ein Thema. Einige SPD-Politiker haben die Abschaffung der privaten Krankenversicherung zur Bedingung für Koalitionsgespräche gemacht (der Versicherungsbote berichtete). Ulrich Leitermann, Vorsitzender der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe, erklärt in seinem Gastkommentar, weshalb er am zweigliedrigen Gesundheitssystem festhalten will – und welche Herausforderungen sich den privaten Krankenversicherern stellen.

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Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme weltweit. Es bietet ein flächendeckendes Netz von niedergelassenen Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern und Apotheken. Die Wartezeiten sind kurz, die Zuzahlungen gering und die Teilhabe am medizinischen Fortschritt ist gesichert.

Unverzichtbar für die Qualität der Versorgung ist aber auch das Zusammenwirken von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Es macht medizinische Spitzenversorgung bezahlbar – jetzt und in Zukunft. Unser zweigegliedertes Versicherungssystem führt nämlich eben nicht zu Zwei-Klassen-Medizin, sondern ist im Gegenteil die beste Prävention gegen eine Behandlung in Abhängigkeit vom privaten Geldbeutel: Alle Versicherten in Deutschland – gesetzlich wie privat – haben grundsätzlich Zugang zu denselben hochklassigen Versorgungseinrichtungen.

Unverzichtbar für die Qualität der Versorgung ist aber auch das Zusammenwirken von gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Es macht medizinische Spitzenversorgung bezahlbar – jetzt und in Zukunft. Unser zweigegliedertes Versicherungssystem führt nämlich eben nicht zu Zwei-Klassen-Medizin, sondern ist im Gegenteil die beste Prävention gegen eine Behandlung in Abhängigkeit vom privaten Geldbeutel: Alle Versicherten in Deutschland – gesetzlich wie privat – haben grundsätzlich Zugang zu denselben hochklassigen Versorgungseinrichtungen.

Die kapitalgedeckte PKV ist auch angesichts unserer alternden Bevölkerung unverzichtbar: In Zukunft wird es immer weniger Steuer- und Beitragszahler sowie gleichzeitig steigende Ausgaben für mehr ältere Patienten geben. Daher bleibt das medizinisch Notwendige nur dann für alle bezahlbar, wenn möglichst viele Menschen und Leistungen rechtzeitig kapitalgedeckt abgesichert werden. Die fast 9 Millionen Privatversicherten treffen mit ihren Beiträgen Vorsorge für die im Alter steigenden Gesundheitsausgaben und sichern so die Generationengerechtigkeit. Für sie müssen unsere Kinder und Enkel nicht aufkommen.

Die Menschen in Deutschland erkennen die großen, grundsätzlichen Vorzüge unseres Gesundheitssystems, das dank seiner Vielfalt und Wahlfreiheiten allen Versicherten eine individuelle und gute Versorgung bietet. Alle Umfragen belegen die anhaltende Zustimmung auf höchstem Niveau. Die Vehemenz, mit der sich manche für einen radikalen Systemwechsel in der Gesundheitskostenfinanzierung einsetzen, verwundert also nicht zuletzt, weil solche Überlegungen völlig am Empfinden der Bürger vorbei gehen. Denn diese wissen genau: Unser Gesundheitssystem, um das wir in nahezu der ganzen Welt beneidet werden, ist viel zu kostbar, um es mit Radikaloperationen zu gefährden.

Die private Krankenversicherung wächst seit Jahrzehnten, auch wenn sich das Wachstum abgeschwächt hat. Die Gründe für letzteres sind vielfältig und nicht nur negativer Natur, wenn man beispielsweise die geringeren Beitragsanpassungen einiger Gesellschaften berücksichtigt. Wichtig ist, dass das Vertrauen der Menschen in die private Krankenvollversicherung noch weiter gestärkt wird. Hier sind wir auf einem guten Weg.

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Zur Stabilisierung der Beitragsentwicklung bzw. damit die Beiträge im Alter auch weiter finanzierbar bleiben, sind Maßnahmen im Leistungs- und Gesundheitsmanagement erforderlich. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Versorgungsqualität weiter gesteigert wird. Private Krankenversicherer müssen deutlich mehr sein als Kostenerstatter. Diese Strategie verfolgen wir schon seit Jahrzehnten – die Digitalisierung wird diesen Prozess beschleunigen. Wichtig ist in erster Linie ein sehr solides und stabiles Unternehmen, damit der Kunde weiß, dass er einen Partner hat, auf den er sich über viele Jahre verlassen kann.

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