Beim Versicherer mitzubestimmen, können sich ein Großteil der insgesamt 1.000 Teilnehmer an der TNS-Infratest-Befragung im Auftrag des Start-ups Community Life vorstellen. Das gilt nicht nur für junge Menschen bis zum Alter von 35 Jahren, sondern auch für jene, die inzwischen über 50 Jahre alt sind.

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Crowdsourcing und Innovation - Neuland für Versicherer

Doch die Art der Mitwirkung an neuen Produkten oder an innovativen Prozessen, auch Open Innovation genannt, sei für die Versicherungswirtschaft Neuland. So würden Projekte in Konzernen häufig am fehlenden Glauben daran scheitern, dass Kunden das Angebot zum Mitmachen interessiert und tatsächlich nutzen. Auf der anderen Seite versagt man Kunden die Kompetenz, tatsächlich mitreden zu können.

Claudia Lang, Geschäftsführerin von Community Life, weist allerdings darauf hin, dass Mitsprache Vertrauen schafft: „Die Kunden von heute denken anders. Sie sind gewohnt, sich Produkte nach ihren Wünschen zusammenzustellen und Teil der Wertschöpfungskette zu sein“, meint sie. „Versicherern, die Crowdsourcing-Angebote unterbreiten, können bei der Generation Internet erhebliches Vertrauen gewinnen.“

Kundenbindung durch zentrale Schnittstelle

Die Studie bekräftigt zudem, dass sich Kunden über Versicherungsangelegenheiten austauschen wollen oder Inhalte teilen möchten. Fast jeder zweite Bundesbürger (48 Prozent) möchte sich mit anderen Versicherten zu Vertrags- und Tariffragen kurzschließen, von den 14- bis 35-Jähigen sind es sogar rund zwei Drittel (64 Prozent).

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„Versicherer können dieses Potenzial nutzen und beispielsweise die eigene Website zur Dialogplattform ausbauen“, schlägt Stefan Keck, Geschäftsführer von Community Life, vor. „Für die Versicherungen gibt es kein besseres Kundenbindungsinstrument, als einen zentralen Ort für viele zu schaffen, um Produkte und Service zu verbessern.“

Community Life