Die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur Abschaffung der kalten Progression sorgen für eine breite Aufmerksamkeit. Die CDU-Spitze will sich in dieser Legislaturperiode tatsächlich mit der Kalten Progression beschäftigen. Selbst, der für seine Sparsamkeit fast schon berüchtigte Finanzminister, Wolfgang Schäuble will das Projekt vorantreiben.

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Die Debatte um die Abschaffung der kalten Progression hat viele Verbraucher verunsichert. Grund genug für uns einen weiteren Service anzubieten. Mit unserem Nettolohnechner bieten wir ab sofort die Möglichkeit, die kalte Progression in die Berechnung des Nettolohns einzubeziehen.

Nettolohnrechner kostenfrei auf Ihrer Homepage

Des Weiteren können Sie unseren Nettolohnrechner kostenfrei in Ihre Homepage einbauen und Ihren Kunden so zu einem aktuellen Thema passende Informationen bieten. Damit erreichen Sie eine längere Verweildauer auf Ihrer Website und schaffen gleichzeitig eine höhere Kundenbindung.

In Deutschland unterliegt das Einkommen und Vermögen der progressiven Besteuerung. Mit wachsendem Einkommen erhöht sich auch der Durchschnittssteuersatz. Das bedeutet erst einmal, dass der der mehr verdient auch mehr Steuern von seinem Einkommen sowohl prozentual als auch absolut entrichtet.

Die Steuer erhöht sich in Abhängigkeit vom Einkommen nicht linear sondern sie ist vielmehr eine Kurve, die mit steigenden Einkommen auch schneller steigt.


Realeinkommen steigt trotz Einkommenserhöhung nicht

Und hier haben wir das Problem: die so genannte Kalte Progression - nämlich dann, wenn die Einkommenserhöhungen nicht einmal mehr die Inflationsrate ausgleichen- es also zu einem Reallohnverlust kommt. Das heisst Sie leisten unverändert und Ihre Durchschnittsbelastung steigt.

Am besten lässt sich der Effekt der Kalten Progression mit dem Nettolohnrechner des Versicherungsboten nachrechnen.

In der Lohnsteuerklasse I macht sich die Kalte Progression bei einem Einkommen von 1.460 Euro für einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer in Sachsen besonders deutlich bemerkbar. Bei einer Einkommenssteigerung um 2 Prozent gehen ihm auf Grund der kalten Progression ganze 0,6 Prozent verloren.

Beispiele zur kalten Progression

Aber auch bei höheren Einkommen, zum Beispiel bei 3.500 Euro Euro im Monat und Steuerklasse 3 frisst die kalte Progression 0,48 Prozent wieder auf, wenn sich das Butto-Einkommen um 2 Prozent steigt.

Besonders hoch ist auch der Verlust bei einem Brutto-Einkommen von 1075 Euro in der Steuerklasse 5. Dann beträgt der Verlust durch die Kalte Progression sogar 0,75 Prozent. Aus einer Einkommenssteigerung von Brutto 21,50 Euro wird letztendlich eine Steigerung um 9,20 Euro.

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Der Verlust durch die Kalte Progression mag für den Einzelnen überschaubar sein. Geht man aber davon aus, dass sich mit der Einkommenssteigerung auch die Preise erhöhen, ist das über einen langen Zeitraum betrachtet dramatisch. Wenn sich jedes Jahr die Realeinkommen weniger erhöhen als die Inflation, dann führt das langfristig zu einer verminderten Kaufkraft.