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Verbraucherschutz im Wandel

Finanztest würdigt Fahrerversicherung als "sinnvoll"

kali9@iStockphoto.com (Ausschnitt)

Einst war sie „überflüssig", nun wird sie von der Stiftung Warentest als „sinnvolles" Extra empfohlen - Die Fahrerversicherung erlebt ein erstaunliches Comeback. Dies liegt auch an den Anbietern, die die Fahrerversicherung überarbeitet haben. „Sinnvoll" finden die Verbraucherschützer nur die neue Fahrerversicherung in Form der Schadenversicherung. Der Fahrerversicherung in Form der Summenversicherung stehen die Tester nach wie vor skeptisch gegenüber. Ein Beitrag von Umar Choudhry

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In der aktuellen Ausgabe von „Finanztest" gehen die Tester näher auf die sogenannte Fahrerversicherung ein und vergeben ihr das Prädikat „sinnvoll". Zur Erinnerung: Die Fahrerversicherung ist eine Schadenversicherung, die den Personenschaden des Fahrers ersetzt. Zieht sich der Fahrer bei einem selbstverschuldeten Verkehrsunfall Verletzungen zu, so kommt die Fahrerversicherung zum Beispiel für Schmerzensgeld, Verdienstausfall oder eine Haushaltshilfe auf.
Eine finanzielle Entschädigung ist je nach Anbieter ebenfalls in Form der Erstattung von Fahrtkosten, von Rechtsanwaltsgebühren sowie von ärztlichen Attest- und Gutachterkosten vorgesehen. Auch eine Witwen- und Waisenrente und die meist sehr hohen Kosten für einen behindertengerechten Umbau der Wohnung oder des Autos finden sich in Tarifen der Fahrerversicherung wieder.

Die Fahrerversicherung als „sinnvolle" Ergänzung

Ein solcher Schutz „ist sinnvoll", schreibt das Magazin. „...Denn in diesem Fall hat der Fahrer als Einziger keine Ansprüche gegen seine Autohaftpflichtversicherung." In der Tat wurde mit der am 01.08.2002 in Kraft getretenen Reform des Schadenersatzrechts der Schutz der Fahrzeuginsassen ausgedehnt - allerdings nicht der des Fahrers.
Die Mitfahrer können somit ihre Schadensersatzansprüche bei einem selbstverschuldeten Unfall bei der Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrers geltend machen. Fährt der Ehemann dem vor der roten Ampel stehenden Unfallgegner auf und geht dadurch die Brille der auf dem Beifahrersitz befindlichen Ehefrau zu Bruch, steht der Ehefrau Ersatz zu. Dies gilt natürlich auch für Personenschäden.
Die ärztlichen Genesungskosten des Unfallverursachers trägt die Krankenversicherung, „aber Schmerzensgeld, der Ersatz des Verdienstausfalls oder Unterhaltszahlungen an Hinterbliebene wären nicht drin", klärt die Stiftung Warentest auf.

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