In keiner anderen Versicherungssparte sind die Kunden so wechselfreudig wie bei der Kfz-Versicherung. Dementsprechend haben sich die Versicherer in den vergangenen Jahren eine regelrechte Preisschlacht geliefert. Dabei löste die Huk-Coburg die Allianz im letzten Jahr als Marktführer ab, obwohl die Beiträge der Allianz in den vorangegangenen Jahren im Schnitt um 14 Prozent sanken. Doch in diesem Jahr scheint Vernunft in der Branche eingekehrt zu sein: Nach Jahren der Unterdeckung haben die Kfz-Versicherer erstmals seit knapp zehn Jahren die Preise nach oben korrigiert.

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Ein Preisvergleich kann sich dennoch lohnen. Bei einer jungen Familie, die für ihr Auto eine Vollkasko abschließen will, sind laut Stiftung Warentest Ersparnisse bis zu 717 Euro im Jahr möglich. Und oftmals bieten die billigen Tarife sogar einen besseren Schutz als so manches teure Angebot. Wir haben 7 Tipps gesammelt, damit der Autofahrer beim Wechsel der Kfz-Versicherung keinen Totalschaden erleidet.

1.) Wann ist ein Versicherungswechsel möglich?

Grundlegend gilt bei Autoversicherungsverträgen das Kalenderjahr. Auch die kurze Kündigungsfrist von einem Monat begünstigt das Wechselkarussell. Will man seinen Vertrag kündigen, muss die Kündigung in schriftlicher Form bis zum 30.11. eingereicht werden. Erhöht die Versicherung die Beiträge, besitzt der Kunde ein außerordentliches Kündigungsrecht. Er kann dann innerhalb eines Monats nach Erhalt der Beitragsanpassung aus dem Vertrag aussteigen. Vor der Kündigung sollte bereits eine Alternative vorhanden sein. Denn ohne Versicherungsschutz darf in Deutschland kein Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen.