Die Ideal Versicherung hat die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Der Berliner Versicherer konnte insbesondere in der Lebensversicherung deutlich zulegen. So stiegen die gebuchten Bruttobeiträge in der Lebensversicherung um 21,0 Prozent auf 308,3 Millionen Euro. Ein zentraler Impulsgeber war erneut das Neugeschäft. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge stieg um 10,6 Prozent auf 26.418 Policen.

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Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Einmalbeiträgen. Diese haben sich mit 100,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Auch im laufenden Beitrag zeigt sich Wachstum, wenn auch moderater. Hier legten die Einnahmen um 1,0 Prozent auf 208,0 Millionen Euro zu. Innerhalb des Neugeschäfts ragten die Pflegerenten mit einem Zuwachs von 7,4 Prozent sowie die Sterbegeld-Versicherungen mit einem Anstieg von 9,1 Prozent heraus.

Der Versicherungsbestand entwickelte sich stabil. Nach laufendem Beitrag wuchs dieser leicht auf 210,1 Millionen Euro. Gleichzeitig blieb die Stornoquote mit 1,5 Prozent deutlich unter dem Branchenschnitt. Während die Vertragsanzahl leicht zurückging, legte die Versicherungssumme deutlich zu.

„Insbesondere in der Lebensversicherung verzeichnen wir mit einem Plus von 82,6 Prozent den zweithöchsten Zuwachs im Neugeschäft im Vergleich zur gesamten Branche“, sagte Ideal-Vorstandschef Maximilian Beck.

Ein differenzierter Blick zeigt sich beim Ergebnis. Zwar erreichte die Ideal Leben ein Geschäftsergebnis von 78,0 Millionen Euro und lag damit leicht über Plan. Im Vergleich zum Vorjahr (98,0 Millionen Euro) bedeutet dies jedoch einen herben Gewinnrückgang von 20,4 Prozent. Hauptgrund hierfür ist das schwächere Kapitalanlageergebnis. Dieses sank von 104,6 Millionen Euro auf 89,6 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem geringere Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen. Auch die Nettoverzinsung ging von 3,3 auf 2,8 Prozent zurück.

Positiv entwickelte sich hingegen die Sachversicherung. Die Beitragseinnahmen stiegen um 8,1 Prozent auf 8,19 Millionen Euro. Besonders hervorzuheben ist die Schaden-Kosten-Quote von 72,0 Prozent. Diese hatte im Vorjahr noch bei 89,4 Prozent gelegen. Der Jahresüberschuss kletterte von etwa 1,3 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro.

Ideal-Ergebnisse in der Übersicht

  • Leben-Beiträge: 308,3 Mio. Euro (+21,0 Prozent)
  • Einmalbeiträge: 100,3 Mio. Euro (mehr als verdoppelt)
  • Neuverträge: 26.418 Stück (+10,6 Prozent)
  • Laufende Beiträge: 208,0 Mio. Euro (+1,0 Prozent)
  • Geschäftsergebnis Leben: 78,0 Mio. Euro (unter Vorjahr)
  • Kapitalanlageergebnis: 89,6 Mio. Euro (rückläufig)
  • Nettoverzinsung: 2,8 Prozent
  • Sach-Beiträge: 8,19 Mio. Euro (+8,1 Prozent)
  • Schaden-Kosten-Quote: 72,0 Prozent

Für 2026 rechnet der Versicherer mit weiterem Wachstum. Impulse sollen insbesondere aus neuen Produkten, einer stärkeren Zielgruppenfokussierung sowie dem Ausbau von Kooperationen kommen. Zudem setzt das Unternehmen verstärkt auf Digitalisierung und den Ausbau von Selfservices. Auch Cross-Selling- sowie Wiederanlage-Optionen sollen stärker in den Fokusrücken.