Itzehoer verdoppelt Gewinn
Die Itzehoer Versicherungen haben 2025 ihre Ertragskraft deutlich verbessert. Beiträge und Gewinn legten kräftig zu. Besonders das Kfz-Geschäft blieb zentraler Wachstumstreiber.

Die Itzehoer Versicherungen haben im Geschäftsjahr 2025 nach den außergewöhnlich starken Vorjahren ihren Wachstumskurs fortgesetzt und zugleich die Ertragskraft spürbar verbessert. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 10,5 Prozent auf 941,1 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Versicherer noch 851,8 Millionen Euro vereinnahmt. Gleichzeitig kletterte der Jahresüberschuss von 10 Millionen Euro auf 20,8 Millionen Euro.
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Nachdem das Kfz-Geschäft bereits in den Jahren 2023 und 2024 massiv gewachsen war, konnte der Versicherer das hohe Bestandsniveau im vergangenen sogar leicht ausbauen. Die Zahl der Kraftfahrt-Haftpflicht-Risiken stieg um 32.061 Stück beziehungsweise 2,1 Prozent auf 1.532.247 Risiken.
„Ein Zuwachs, wie wir ihn noch nie zuvor hatten und der in unseren Dimensionen sonst eher einem Zehn-Jahres-Zeitraum entspricht“, sagte Vorstandsvorsitzender Uwe Ludka mit Blick auf die Rekordjahre zuvor. „Die große Herausforderung war es, die Stücke zu halten.“
Nach schwierigen Marktjahren konnten die Kasko-Sparten nach Unternehmensangaben wieder zur Ertragskraft geführt werden. In der Kraftfahrt-Haftpflicht lag die Schaden-Kosten-Quote allerdings bei 115 Prozent. Hintergrund sei ein Einmaleffekt bei der Stärkung der Schadenrückstellungen.
„Mit diesem Einmaleffekt, den wir 2025 verdaut haben, werden wir die nachhaltige Konsolidierung erreichen“, erklärte Ludka. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen demnach damit, dass neben Kasko auch die Kfz-Haftpflicht wieder in den Ertragsbereich zurückkehrt.
Itzehoer-Ergebnisse in der Übersicht
- Gebuchte Bruttobeiträge: 941,1 Mio. Euro (+10,5 Prozent)
- Jahresüberschuss: 20,8 Mio. Euro
- KH-Risiken: 1.532.247 Stück (+2,1 Prozent)
- Rechtsschutzverträge: 390.193 Stück (+2,9 Prozent)
- Rechtsschutz-Beiträge: 83,2 Mio. Euro (+5,5 Prozent)
Auch die Rechtsschutzversicherung als zweitgrößte Sparte entwickelte sich positiv. Die Zahl der Verträge stieg um 2,9 Prozent auf 390.193 Stück. Das Beitragsaufkommen legte um 5,5 Prozent auf rund 83,2 Millionen Euro zu.
Den gestiegenen Überschuss nutzte die Itzehoer zur weiteren Stabilisierung der Bilanz. „Den Überschuss haben wir zur Absicherung unseres Wachstums unserem Eigenkapital zugeführt“, so Ludka. Auch personell wurde weiter aufgebaut. Die Zahl der Beschäftigten im Konzern erhöhte sich zum 31. Dezember 2025 auf 897 Mitarbeiter. Im Vorjahr hatte sie noch bei 860 gelegen.
Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einer Fortsetzung des kontrollierten Wachstumskurses. Erwartet wird ein weiterer Beitragsanstieg um rund 20 Millionen Euro. Zudem soll erneut ein Jahresüberschuss von etwa 20 Millionen Euro erzielt werden.
