Rente: Merz-Aussage schürt Angst vor Altersarmut in Deutschland
Die Rentenaussage von Bundeskanzler Friedrich Merz besorgt viele Bundesbürger. Demnach fürchten 69 Prozent der Deutschen Altersarmut. Auch das Modell einer gesetzlichen Rente als reine Basisabsicherung stößt auf breite Ablehnung.

Die Debatte um die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung gewinnt an Schärfe. Auslöser ist eine Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, wonach die gesetzliche Rente künftig „allenfalls noch die Basisabsicherung“ im Alter sein werde. Laut einer aktuellen Civey-Umfrage im Auftrag des Onlineportals "WEB.DE News" sorgt genau diese Einschätzung bei vielen Bürgern für erhebliche Verunsicherung.
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Demnach geben 69 Prozent der Deutschen an, dass die Aussage bei ihnen Sorgen vor Altersarmut auslöst. Nur 23 Prozent zeigen sich unbeeindruckt, acht Prozent haben keine abschließende Meinung. Besonders hoch ist die Sorge ausgerechnet bei jüngeren und mittleren Altersgruppen. Sowohl bei den 18- bis 29-Jährigen als auch bei den 40- bis 49-Jährigen äußern jeweils 77 Prozent Angst vor Altersarmut.
Auch Familien reagieren sensibel auf das Thema. Unter Befragten mit Kindern im Haushalt liegt der Anteil der Besorgten mit 77 Prozent deutlich höher als bei Haushalten ohne Kinder, wo 67 Prozent entsprechende Sorgen äußern.
Die Sorgen reichen quer durch das politische Spektrum. Selbst über Parteigrenzen hinweg zeigt sich eine Mehrheit beunruhigt. Lediglich bei potenziellen Wählern der Union liegt der Anteil der besorgten Stimmen mit 46 Prozent unter der 50-Prozent-Marke. Am stärksten fällt die Sorge bei Anhängern der Linken mit 91 Prozent aus, gefolgt vom BSW mit 85 Prozent sowie AfD-Anhängern mit 80 Prozent.
Noch deutlicher fällt die Ablehnung beim Konzept einer gesetzlichen Rente als bloße Grundabsicherung aus. 70 Prozent der Befragten lehnen dieses Modell ab. Lediglich 19 Prozent halten den Ansatz für sinnvoll. Auch hier zeigen sich besonders starke Vorbehalte bei jungen Erwachsenen und Menschen mittleren Alters. Sowohl bei den 18- bis 29-Jährigen als auch bei den 40- bis 49-Jährigen lehnen jeweils 79 Prozent die Idee ab. Unter Angestellten fällt die Kritik besonders klar aus: 82 Prozent bewerten die Aussagen des Kanzlers negativ.
