Lebensversicherung: Die höchsten Einmalbeiträge 2025
Das Geschäft gegen Einmalbeitrag hat die Lebensversicherung 2025 maßgeblich geprägt. In einer Bildstrecke zeigt Versicherungsbote, welche Lebensversicherer die höchsten Einmalbeiträge verbuchten. Die Auswertung macht zugleich deutlich, wie stark die aktuelle Marktentwicklung von kapitalgetriebenen Einmalanlagen beeinflusst wird.

Hintergrund: Das Einmalbeitragsgeschäft zählt seit Jahren zu den wichtigsten Wachstumstreibern der Lebensversicherung. Besonders während der langjährigen Niedrigzinsphase waren Einmalbeitragsprodukte gefragt. Der Einlagenzins der Europäischen Zentralbank (EZB) lag ab März 2016 im negativen Bereich und betrug seit September 2019 sogar minus 0,5 Prozent. Klassische Bankanlagen boten in diesem Umfeld oft nur geringe Renditen, wodurch Lebensversicherer mit ihren langfristigen Vorsorge- und Anlageprodukten an Attraktivität gewannen.
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Mit der Zinswende veränderte sich das Marktumfeld jedoch grundlegend. Zwischen Juli 2022 und September 2023 erhöhte die EZB den Einlagenzins von 0,0 auf 4,0 Prozent. Banken konnten dadurch wieder Tages- und Festgeldangebote mit attraktiven Zinsen vermarkten und wurden für viele Anleger zu einer unmittelbaren Alternative. Das Einmalbeitragsgeschäft verlor in dieser Phase spürbar an Dynamik.
Seit 2024 zeigt sich jedoch erneut eine Verschiebung. Nach dem Höchststand von 4,0 Prozent im September 2023 senkte die EZB den Einlagenzins schrittweise wieder auf 2,0 Prozent bis Juni 2025. Damit verringerte sich der Zinsvorteil vieler kurzfristiger Bankanlagen. Gleichzeitig profitieren Lebensversicherer weiterhin von den höheren Kapitalmarktzinsen der vergangenen Jahre, die attraktivere Produktkalkulationen und höhere Wiederanlageerträge ermöglichen. Dadurch verbessert sich die Wettbewerbsposition vieler Einmalbeitragsprodukte erneut. Die aktuelle Marktanalyse von Marc Surminski in der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV 04|2026) zeigt die Folgen dieser Entwicklung: Die Einmalbeiträge stiegen 2025 branchenweit um 17,3 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro und erreichten damit wieder ein Niveau nahe früherer Höchststände aus dem Niedrigzinsumfeld.
Einmalbeiträge prägen die Marktdynamik
Die Bedeutung dieser Entwicklung reicht über die bloße Höhe der Kapitalzuflüsse hinaus. Während die laufenden Neubeiträge 2025 lediglich um 2,3 Prozent zulegten, wurde das Wachstum des Lebensversicherungsmarktes erneut maßgeblich durch Einmalbeiträge getragen. Die Struktur des Neugeschäfts verschiebt sich damit wieder zugunsten kapitalgetriebener Einmalanlagen. Versicherungsbote stellt die Unternehmen mit dem höchsten Einmalbeitragsgeschäft 2025 vor.
Die höchsten Einmalbeiträge 2025: Was wird gemessen?
Für die folgende Bildstrecke sind die im Jahr 2025 erzielten Prämieneinnahmen gegen Einmalbeitrag maßgeblich. Die Kennzahl zeigt, welche Lebensversicherer die größten Kapitalzuflüsse aus Einmalanlagen erzielen konnten.
Bei der Einordnung der Ergebnisse ist jedoch zu beachten, dass Einmalbeiträge strukturell anders wirken als laufende Beiträge. Während laufende Prämien über viele Jahre zufließen, wird ein Einmalbeitrag vollständig im Jahr des Vertragsabschlusses vereinnahmt. Gleichzeitig übernimmt der Versicherer daraus resultierende Leistungs- und gegebenenfalls Garantieverpflichtungen, die sich häufig über Jahrzehnte erstrecken.
Hohe Einmalbeiträge können das Neugeschäft daher kurzfristig deutlich steigern und zu erheblichen Kapitalzuflüssen führen. Sie erlauben jedoch nur eingeschränkt Rückschlüsse auf die langfristige Ertragskraft oder die Nachhaltigkeit des Neugeschäfts. Die Kennzahl zeigt damit in erster Linie, welche Anbieter 2025 besonders große Mittelzuflüsse erzielen konnten und wie stark sie von der aktuellen Belebung des Einmalbeitragsgeschäfts profitierten.
Um die Struktur des Geschäfts zusätzlich einzuordnen, weist Versicherungsbote für jeden Anbieter einen APE-orientierten Richtwert aus. Dieser orientiert sich am in der Lebensversicherungsbranche verbreiteten Konzept des Annual Premium Equivalent (APE), bei dem laufende Neubeiträge in voller Höhe und Einmalbeiträge typischerweise mit zehn Prozent ihres Volumens berücksichtigt werden. Dahinter steht die vereinfachende Annahme, dass Einmalbeiträge wirtschaftlich einer Vertragslaufzeit von zehn Jahren entsprechen. Es handelt sich jedoch ausdrücklich nicht um einen klassischen APE-Wert. Die ZfV weist die laufenden Neubeiträge nicht getrennt für die Lebensversicherer aus, sondern nur als Sammelgröße einschließlich des Geschäfts von Pensionskassen und Pensionsfonds. Da die jeweiligen Anteile dieser Bereiche an den ausgewiesenen Neubeiträgen nicht bekannt sind, lassen sich die laufenden Neubeiträge der einzelnen Lebensversicherer nicht exakt bestimmen. Eine methodisch saubere APE-Berechnung auf Unternehmensebene ist daher auf Basis der veröffentlichten Daten nicht möglich. Der ausgewiesene Richtwert dient ausschließlich der Veranschaulichung und soll zeigen, wie stark die ausgewiesenen Neugeschäftswerte durch Einmalbeiträge geprägt werden und wie sich die Größenverhältnisse bei einer stärkeren Gewichtung laufender Beiträge verändern.
Die Zahlen zum Einmalbeitragsgeschäft und zum Neugeschäft basieren auf der aktuellen Marktanalyse von Marc Surminski in der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV, Ausgabe 04|2026). Die Auswertung stützt sich auf eine kombinierte Datenbasis aus GDV-Statistiken, Geschäftsberichten der Versicherer sowie eigenen Recherchen und kann kostenpflichtig über die ZfV bezogen werden.
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Ergänzend werden Daten aus dem aktuellen MAP-Report 944 herangezogen. Dieser erfasst 73 Lebensversicherer und ermöglicht damit eine breitere Marktabdeckung als die ZfV-Auswertung mit 65 Unternehmen. Die MAP-Daten dienen insbesondere der Einordnung von Marktanteilen und Marktstellungen auf Basis der verdienten Bruttoprämien.