Huk-Coburg jubelt über Gewinnsprung und wieder profitable Kfz-Versicherung
Die Huk-Coburg hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Beiträgseinnahmen deutlich gesteigert. Mit verbesserter Schaden-Kosten-Quote in der Kfz-Versicherung kehrt der Versicherer in die Gewinnzone zurück. Auch in anderen Sparten kann sich der Versicherer verbessern.

Die Huk-Coburg blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Konzern steigerte die gebuchten Bruttobeiträge um 10,2 Prozent auf knapp elf Milliarden Euro. „2025 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte unseres Unternehmens“, freute sich Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann. Ein zentraler Baustein für die verbesserte Ertragslage ist die Entwicklung in der Kfz-Versicherung. Hier hatte sich die Schaden-Kosten-Quote bereits im Vorjahr von 113,4 auf 101,7 Prozent verbessert. Anno 2025 wurde der wichtige Wert auf 96,2 Prozent gesenkt. „Damit verdienen wir in unserem Kerngeschäft wieder Geld“, betont Heitmann.
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Auch insgesamt zeigt sich eine klare Ergebnisverbesserung. Das Geschäftsergebnis vor Steuern stieg deutlich auf 992 Millionen Euro (Vorjahr: 541 Millionen Euro). Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 621 Millionen Euro und damit ein kräftiges Plus gegenüber 349 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Gewinnsprung von 78,2 Prozent. Treiber dieser Entwicklung waren neben Beitragsanpassungen auch ein deutlich verbessertes Kapitalanlageergebnis. Dieses legte um 35,5 Prozent auf 1,135 Milliarden Euro zu.
Kfz-Versicherung wächst
Im Kfz-Geschäft konnte die Huk-Coburg ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. Der Bestand stieg auf 14,5 Millionen versicherte Fahrzeuge. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent. Das Neugeschäft lag mit rund 1,9 Millionen Verträgen erneut auf Rekordniveau. Gleichzeitig profitierte der Versicherer von einer leicht verbesserten Autokonjunktur. Die Beitragseinnahmen in der Kfz-Versicherung legten um 15 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zu. Allerdings zeigt sich auch hier eine bekannte Entwicklung: Wachstum kommt nicht nur aus Neugeschäft, sondern auch aus deutlichen Beitragsanpassungen infolge gestiegener Reparaturkosten.
Auch in den übrigen Schaden-/Unfallsparten konnte der Konzern wachsen. In der Haftpflicht-, Unfall- und Sachversicherung stiegen die Beiträge um 4,6 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro. Der Bestand erhöhte sich auf 15,5 Millionen Risiken. Die Rechtsschutzversicherung entwickelte sich ebenfalls dynamisch. Hier erreichte das Neugeschäft mit über 148.000 Verträgen einen neuen Höchstwert. Die Beitragseinnahmen stiegen um 10,2 Prozent auf 355,5 Millionen Euro.
Lebensversicherung leicht schwächer
In der Lebensversicherung konnte die HUK-Coburg nicht an das außergewöhnlich starke Vorjahr anknüpfen. Das Neugeschäft lag mit 1,84 Milliarden Euro Bruttobeitragssumme um 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Beitragseinnahmen entwickelten sich dagegen stabil und stiegen leicht auf 813 Millionen Euro. Positiver zeigt sich die Krankenversicherung: Hier legten die Beitragseinnahmen um 4,4 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro zu. Auch der Bestand entwickelte sich weiter nach oben.
Ein wesentlicher Faktor für das starke Ergebnis war das Kapitalanlagegeschäft. Der Ertrag stieg deutlich um 35,5 Prozent auf über 1,1 Milliarden Euro. Damit gewinnt dieser Bereich weiter an Bedeutung für die Ergebnisentwicklung.
Auch der Start ins Jahr 2026 verlief nach Unternehmensangaben positiv. Gleichzeitig verweist der Versicherer auf strukturelle Herausforderungen, insbesondere im Mobilitätsmarkt. So könnten langfristig sinkende Fahrzeugbestände und veränderte Schadenentwicklungen das Kerngeschäft der Kfz-Versicherung belasten. Der Versicherer will sich daher stärker als Mobilitätsdienstleister positionieren. „Die Mehrheitsbeteiligung an der Werkstattkette pitstop ist ein wesentlicher Meilenstein für die weitere Ausrichtung unseres Unternehmens“, so Heitmann. Ziel sei es, die Huk-Coburg zu einem führenden Anbieter rund um Mobilität in Deutschland auszubauen.
