Mit einer Schaden-Kosten-Quote von 99,11 Prozent erreicht die Fahrlehrerversicherung 2024 Rang neun. Im Zeitraum 2019 bis 2024 war eine Quote unter einhundert Prozent keineswegs selbstverständlich: In drei Jahren lag die CR darüber (2019: 103,35 Prozent, 2021: 100,56 Prozent, 2023: 112,20 Prozent). Der Sechsjahresschnitt von 99,52 Prozent ist damit nur knapp auskömmlich und zeigt eine höhere Volatilität als bei vielen größeren Anbietern.

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Ergebnis: strukturell niedrig, zuletzt negativ

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung fällt 2024 mit minus 1,94 Millionen Euro negativ aus, trotz der guten Combined Ratio (branchenweit Rang zwölf). Auch im Mehrjahresvergleich bleibt das Bild verhalten: Zwischen 2019 und 2024 wurden drei Verlustjahre ausgewiesen; der Durchschnitt liegt bei minus 0,91 Millionen Euro. Anders als bei Allianz oder ADAC ist die Platzierung unter den CR-Siegern hier nicht mit Ergebnisstärke verbunden.

Preisniveau: sehr günstig – drittniedrigste Prämien

Die besondere Mitgliederstruktur spiegelt sich im Preisniveau wider. Die durchschnittliche Prämie je Vertrag bewegte sich lange unter 190 Euro und stieg 2024 auf 200,89 Euro. Damit belegt die Fahrlehrerversicherung Rang 48 von 50 bei den Durchschnittsprämien – drittgünstigster Anbieter im Markt. Dieses niedrige Preisniveau passt zur selektiven Risikogruppe, begrenzt jedoch zugleich den Ergebnishebel.

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Marktstellung: kleiner Kreis, klarer Auftrag

Mit 67 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien, 0,20 Prozent Marktanteil und Rang 48 nach Rechtsform ist die Fahrlehrerversicherung der drittkleinste Anbieter im Markt. Das ist weniger Ausdruck von Schwäche als die konsequente Folge eines bewusst eingeschränkten Kundenkreises und eines Vereinsmodells ohne Aktionärsinteressen, das primär einem berufsständischen Absicherungsauftrag dient.

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