Ergebnisstärke trotz Kfz-Krise

Mit einem versicherungstechnischen Ergebnis von 40,43 Millionen Euro (vor Veränderung der Schwankungsrückstellung) erzielt die Allianz Versicherungs-AG 2024 das zweitbeste Ergebnis der Branche. Entscheidend ist jedoch die Langfristperspektive: Zwischen 2019 und 2024 blieb das Kfz-Geschäft durchgehend profitabel – als einziger großer Anbieter ohne Verlustjahr in diesem Zeitraum. Der Durchschnitt von 89,34 Millionen Euro pro Jahr ist der höchste Ergebnisschnitt aller untersuchten Kfz-Versicherer. Damit erweist sich die Allianz nicht nur als Rückkehrer unter die Kostendeckungsgrenze, sondern als über Jahre ergebnisstärkster Anbieter im Markt, selbst unter den Belastungen der Kfz-Krise.

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Preisniveau als Stabilitätsfaktor

Ein wesentlicher Baustein dieser Stabilität ist das vergleichsweise hohe Preisniveau. Die durchschnittliche Prämie je Vertrag stieg von 276,03 Euro im Jahr 2019 auf 326,06 Euro im Jahr 2024 – ein Plus von rund 18 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Allein gegenüber 2023 (295,25 Euro) entspricht dies einem Anstieg von etwa 10,4 Prozent. Damit zählt die Allianz zu den acht teuersten Anbietern im Markt, was die Belastungen der Schadenjahre nicht verhindert, aber erkennbar abfedert.

Marktstellung: größte Einzelgesellschaft, nicht größter Konzern

Mit 4,286 Milliarden Euro gebuchten Bruttoprämien im Jahr 2024 (Marktanteil 12,60 Prozent) belegt die Allianz Versicherungs-AG Rang eins unter den Kfz-Versicherern, wenn die Unternehmen nach Rechtsform getrennt betrachtet werden. Gleichwohl ist sie nicht Marktführer auf Konzernebene. Addiert man die Kfz-Prämien der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Direct, erreicht die Allianz-Gruppe ein Volumen von rund 4,80 Milliarden Euro. Der HUK-Coburg-Konzern liegt mit zusammen 5,358 Milliarden Euro aus HUK-Coburg Allgemeine, HUK-Coburg VVaG und HUK24 weiterhin klar an der Spitze (Versicherungsbote berichtete).

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Einordnung

Die Allianz Versicherungs-AG zeigt 2024, dass Kostendeckung im Kfz-Geschäft möglich ist, wenn Preisniveau, Volumen und Ergebnissteuerung zusammenwirken. Sie ist damit kein Ausreißer nach unten bei der Quote, sondern ein Beispiel für stabile Rückkehr unter die Kostendeckungsgrenze bei zugleich hoher Ergebnisresilienz.

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