Solide Ergebnisse mit klarer Delle im Krisenjahr

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung belief sich 2024 auf 6,47 Millionen Euro. Im Betrachtungszeitraum 2019 bis 2024 verzeichnete die ADAC Autoversicherung nur ein einziges Verlustjahr, ebenfalls 2023, mit minus 24,14 Millionen Euro. Der durchschnittliche Jahresgewinn von 13,16 Millionen Euro liegt spürbar unter den Spitzenwerten der Allianz, zeigt jedoch eine insgesamt robuste Ergebnisstruktur, die nur im Ausnahmejahr der Kfz-Krise deutlich unter Druck geriet.

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Preispositionierung im Marktdurchschnitt

Im Gegensatz zur Allianz setzt der ADAC nicht auf ein hohes Prämienniveau. Die durchschnittliche Prämie je Vertrag stieg von 199,12 Euro im Jahr 2019 auf 272,89 Euro im Jahr 2024 – ein Zuwachs von rund 37 Prozent über fünf Jahre. Allein gegenüber 2023 (234,37 Euro) entspricht dies einem kräftigen Anstieg von rund 16,4 Prozent. Trotz dieser Anpassungen liegt die ADAC Autoversicherung mit Rang 25 bei den Durchschnittsprämien exakt im Marktmittelfeld und positioniert sich damit zwischen den günstigsten und den hochpreisigen Anbietern des Kfz-Marktes.

Marktstellung: mittlere Größe, hohe Markenbekanntheit

Mit gebuchten Bruttoprämien von 641 Millionen Euro im Jahr 2024 erreicht die ADAC Autoversicherung einen Marktanteil von 1,89 Prozent und belegt Rang fünfzehn bei getrennter Betrachtung der Kfz-Gesellschaften nach Rechtsform. Gemessen am Volumen gehört sie damit zum oberen Mittelfeld des Marktes. Ihre Bedeutung speist sich jedoch nicht allein aus der Größenordnung, sondern auch aus der außergewöhnlich hohen Markenbekanntheit im Umfeld des ADAC, die Vertrauen schafft und zur Bestandsstabilität beiträgt. Im Kontrast zur Allianz steht die ADAC Autoversicherung für einen ausgeglichenen Mittelweg: keine ausgeprägte Ergebnisführerschaft, aber eine über Jahre stabile Schaden-Kosten-Relation bei einer klar im mittleren Preissegment verorteten Prämienstruktur.

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