Die Qualität von Berufsunfähigkeitsversicherungen bleibt hoch. Doch die Zahl der Bestnoten sinkt jedoch weiter. Die Entwicklung wirkt auf den ersten Blick wie ein Qualitätsrückgang. Tatsächlich ist sie vor allem Folge der weiterentwickelten Ratingmethodik. Bereits 2025 hatte Franke und Bornberg die Kriterien grundlegend überarbeitet und die Anforderungen an Spitzentarife deutlich erhöht. Nun wurden zusätzlich die Ergebnisse des map-report-BU-Stabilitätsratings sowie erstmals ein Nachhaltigkeits-Score in das Produktrating integriert. Gleichzeitig verschärften die Analysten einzelne Leistungskriterien, etwa bei der Arbeitsunfähigkeitsklausel oder Kapitalleistungen.

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Für das aktuelle Rating analysierte Franke und Bornberg 190 Tarife von 52 Versicherern. Davon erhielten 59 Tarife (31,1 Prozent) die Bestnote FFF+. Weitere 88 Tarife (46,3 Prozent) wurden mit FFF („sehr gut“) bewertet. Damit erreichen 147 Tarife beziehungsweise 77,4 Prozent der untersuchten Angebote mindestens eine sehr gute Bewertung. 27 Tarife (14,2 Prozent) erhielten die Note FF+ („gut“). Schlechter als „gut“ wurden lediglich 16 Tarife bewertet.

Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten noch 34,7 Prozent der Tarife die Höchstnote erreicht, nachdem es 2024 sogar 56,9 Prozent gewesen waren. Der Rückgang ist damit bereits das zweite Jahr in Folge zu beobachten – allerdings vor dem Hintergrund einer deutlich strengeren Bewertungsmethodik.

Nach Ansicht von Franke und Bornberg reicht eine gute Bedingungsqualität heute allein nicht mehr aus. Gerade weil Berufsunfähigkeitsversicherungen häufig über Jahrzehnte bestehen, rücke die finanzielle Stabilität der Versicherer stärker in den Fokus.

„Ein günstiger Tarif heute ist keine Garantie für einen stabilen Tarif morgen – das zeigt der Blick auf die Überschussentwicklung der vergangenen Jahre nur allzu deutlich“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg. „Wer bei der Prämienkalkulation zu weit geht, erkauft sich Neugeschäft auf Kosten der Stabilität – und das zahlen am Ende die Versicherten.“

Erstmals berücksichtigt das Rating außerdem einen Nachhaltigkeits-Score. Dieser bewertet die Versicherer anhand von mehr als 250 Einzelkriterien – von nachhaltigen Kapitalanlagen über Ressourcenmanagement bis hin zu nachhaltigen Produkten.

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Diese Versicherer haben Top-BU-Tarife im Angebot

Parallel zum Rating veröffentlicht Franke und Bornberg erste Ergebnisse seiner neuen BU-Leistungspraxisstudie. Demnach sind psychische Erkrankungen mit 28,35 Prozent weiterhin die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. Dahinter folgen Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates (18,77 Prozent) sowie Krebserkrankungen (15,18 Prozent). Auch bei der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente gehen inzwischen mehr als 40 Prozent der Neuzugänge auf psychische Erkrankungen zurück.

Diese Versicherer bieten FFF+-Tarife an

Mindestens einen Tarif mit der Bestnote FFF+ erreichten im aktuellen Rating unter anderem folgende Anbieter:

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  • Allianz Lebensversicherungs-AG
  • Alte Leipziger Lebensversicherung a.G.
  • AXA Lebensversicherung AG
  • Baloise Lebensversicherung AG
  • Continentale Lebensversicherung AG
  • DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung (AXA)
  • Deutsche Ärzteversicherung AG
  • Dialog Lebensversicherungs-AG
  • ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG
  • Gothaer Lebensversicherung AG
  • Hannoversche Lebensversicherung AG
  • HDI Lebensversicherung AG
  • Lebensversicherung von 1871 a. G. München
  • Nürnberger Lebensversicherung AG
  • SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG
  • Stuttgarter Lebensversicherung a. G.
  • VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.
  • Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG

Welche Bewertungsrichtlinien verwendet wurden, legte das Analysehaus in einem 17-seitigen PDF offen. Die vollständigen Ergebnisse - auch zu anderen BU-Teilbereichen - hat Franke und Bornberg online veröffentlicht.

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