Wohngebäudeversicherung: Diese Versicherer werden besonders häufig weiterempfohlen
Welche Wohngebäudeversicherer werden von ihren Kunden besonders häufig weiterempfohlen? Dieser Frage sind ServiceValue und FOCUS MONEY in einer aktuellen Studie nachgegangen. Versicherungsbote stellt in dieser Bildstrecke die ausgezeichneten Wohngebäudeversicherer vor.

Hintergrund: Kaum eine Sachversicherung besitzt für Hauseigentümer eine ähnlich existenzielle Bedeutung wie die Wohngebäudeversicherung. Sie schützt das eigene Zuhause und damit häufig den größten Vermögenswert privater Haushalte vor den finanziellen Folgen von Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel. Angesichts steigender Baukosten und zunehmender Schadenhöhen gewinnt dieser Versicherungsschutz zusätzlich an Bedeutung.
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Zugleich hat sich das Risikoumfeld in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Insbesondere Extremwetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen oder andere Naturgefahren rücken immer stärker in den Fokus. Spätestens seit der Flutkatastrophe im Ahrtal ist die Absicherung gegen Elementarschäden sowohl in der öffentlichen Diskussion als auch bei vielen Eigentümern zu einem zentralen Thema geworden. Entsprechend intensiv wird über die Verbreitung entsprechender Deckungen und eine mögliche Pflichtversicherung diskutiert.
Gerade weil Wohngebäudeversicherungen häufig erst im Schadenfall ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen müssen, spielt das Vertrauen der Kunden in ihren Versicherer eine besondere Rolle. Leistungsregulierung, Erreichbarkeit und Service können im Ernstfall entscheidend dafür sein, wie schnell Betroffene ihr Eigentum wieder instand setzen können. Umso interessanter ist die Frage, welche Versicherer ihre Kunden so überzeugen, dass diese sie tatsächlich weiterempfehlen.
Was wurde untersucht?
Die Auswertung der Wohngebäudeversicherer ist Teil der Studie „Von Kunden empfohlen 2026“, die ServiceValue gemeinsam mit FOCUS MONEY durchgeführt hat. Insgesamt wurden mehr als 521.000 Kundenurteile zu 1.507 Unternehmen aus 68 Branchen ausgewertet. Die Wohngebäudeversicherer bilden dabei eine eigenständige Kategorie innerhalb des Rankings.
Grundlage der Untersuchung ist eine Online-Befragung, bei der ausschließlich Personen berücksichtigt werden, die innerhalb der vergangenen 24 Monate Kunde des jeweiligen Anbieters waren oder noch sind.
Anders als viele klassische Kundenzufriedenheitsstudien fragt die Untersuchung nicht nach einer theoretischen Weiterempfehlungsbereitschaft. Stattdessen werden die Teilnehmer gebeten anzugeben, ob sie einen Anbieter in ihrem persönlichen oder beruflichen Umfeld tatsächlich weiterempfohlen haben. Hierfür stehen die Antwortmöglichkeiten „ja, immer wieder“, „ja, mehrmals“, „ja, mindestens einmal“ sowie „nein“ zur Verfügung.
Aus den Antworten berechnet ServiceValue einen sogenannten Empfehlungsscore (ES). Dabei werden die Angaben unterschiedlich gewichtet. Antworten der Kategorie „ja, immer wieder“ fließen mit dem Faktor fünf in die Berechnung ein, „ja, mehrmals“ mit dem Faktor drei und „ja, mindestens einmal“ mit dem Faktor eins. Auf diese Weise soll nicht nur erfasst werden, ob ein Kunde einen Anbieter empfohlen hat, sondern auch wie häufig dies geschah.
Der Empfehlungsscore kann Werte zwischen 0 und 100 Punkten annehmen. Nach Angaben von ServiceValue würde ein Wert von 100 Punkten erreicht, wenn sämtliche Befragten einen Anbieter „immer wieder“ weiterempfohlen hätten. Ein Wert von 60 Punkten entspräche dem theoretischen Fall, dass alle Kunden „mehrmals“ empfohlen haben, während 20 Punkte erreicht würden, wenn sämtliche Kunden einen Anbieter „mindestens einmal“ weiterempfohlen hätten. Ein Wert von 0 Punkten bedeutet entsprechend, dass keine Weiterempfehlungen ausgesprochen wurden.
Die Unternehmen werden anhand ihres Empfehlungsscores innerhalb ihrer jeweiligen Branche verglichen. Der Branchengewinner erhält die Auszeichnung „Höchste Weiterempfehlung“. Anbieter, deren Empfehlungsscore über dem Branchendurchschnitt liegt, werden mit dem Prädikat „Hohe Weiterempfehlung“ ausgezeichnet.
Was die Studie leisten kann – und was nicht
Die Ergebnisse zeigen, welchen Wohngebäudeversicherern ihre Kunden besonders häufig tatsächliche Weiterempfehlungen aussprechen. Erfasst wird damit nicht die theoretische Empfehlungsbereitschaft, sondern das von den Befragten berichtete Empfehlungsverhalten.
Für die Einordnung der Ergebnisse ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Studie keine Aussagen über die Qualität einzelner Tarife oder den Umfang des Versicherungsschutzes trifft. Ob ein Vertrag alle relevanten Risiken abdeckt, ausreichende Versicherungssummen vorsieht oder im Schadenfall Deckungslücken bestehen, bleibt ebenso offen wie die Frage, ob Elementarschäden überhaupt mitversichert sind.
Ebenso wenig lässt sich erkennen, wie lange die Befragten bereits bei ihrem Versicherer versichert sind oder auf welchen konkreten Erfahrungen ihre Weiterempfehlung beruht. Diese können sehr unterschiedlich sein – angefangen bei einer kompetenten Beratung oder einem freundlichen Servicekontakt bis hin zur Regulierung eines komplexen Schadenfalls. Welche Aspekte im Einzelfall ausschlaggebend waren, lässt sich aus der Studie jedoch nicht ableiten.
Hinzu kommt, dass steigende Bau- und Sanierungskosten sowie zunehmende Naturgefahren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Wohngebäudeversicherung verändern. Aussagen über die langfristige Beitragsentwicklung oder die Kalkulationsstabilität einzelner Versicherer lassen sich aus der Studie ebenfalls nicht ableiten. Dies sollte bei der Deutung der Ergebnisse bedacht werden. Weitere Informationen sowie ein Studiensteckbrief sind auf der ServiceValue-Webseite verfügbar.
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