Hintergrund: Seit 2019 schon wird jährlich eine offizielle Bürgerbefragung zur Cybersicherheit durchgeführt – initiiert von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) sowie von dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Neuer Inhalt der Befragung 2023 war die Erfahrung mit künstlicher Intelligenz. Dies verwundert kaum: In kurzer Zeit hat die Anwendung von künstlicher Intelligenz den Alltag vieler Menschen verändert. Die am häufigsten genutzte Anwendung für künstliche Intelligenz ist derzeit noch die Texterstellung (Versicherungsbote berichtete). In Zukunft aber werden viele Arbeitsschritte von der künstlichen Intelligenz übernommen werden, die sich für die Automatisierung anbieten (Versicherungsbote berichtete).

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Künstliche Intelligenz eröffnet also viele Chancen, jedoch auch völlig neue Risiken. So warnte Neodigital-Chef Stephen Voss zum Beispiel vor einer Zunahme von Versicherungsbetrug durch künstliche Intelligenz: So könnten sich Betrüger von der Software eine Schadenmeldung verfassen und ein passendes Bild dazu raussuchen lassen (Versicherungsbote berichtete). Ein Risiko, dem man wiederum mit künstlicher Intelligenz begegnen kann – datengetriebene, automatisierte Systeme können nicht nur zur Fälschung von Schadenmeldungen, sondern auch zum Aufdecken von Fälschungen genutzt werden.

Versicherungsbote stellt die in der Bevölkerung bekanntesten KI-Risiken vor

Um branchentypische Probleme aber soll es an dieser Stelle nicht gehen. Stattdessen sollen in der Bildstrecke jene KI-Risiken vorgestellt werden, die laut Umfrage am bekanntesten sind – Grundlage der Daten ist der Cybersicherheitsmonitor des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Zudem wird vorgestellt, wie viele der Studienteilnehmer bereits von diesen Risiken gehört haben.

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Zur Methodik: Zugrunde liegen Daten von 3.012 befragten Bürgern. Diese wurden zur Künstlichen Intelligenz gefragt: Haben Sie von folgenden Methoden Krimineller bereits gehört? Die Bürgerbefragung zur Cybersicherheit 2023 wurde mittels Computer Assisted Web Interviewing (CAWI) durchgeführt und richtete sich an die deutschsprachige Bevölkerung ab 16 Jahren mit Internetzugang in Privathaushalten in Deutschland. Die repräsentative Stichprobe wurde anhand der Merkmale Alter, Geschlecht, Bildung und Bundesland aus dem Bilendi/respondi Online-Access-Panel gezogen. Weitere Ergebnisse und Informationen sind auf der Webseite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verfügbar.